Wie benutze ich einen Dutch Oven?

Herbstzeit ist Dutch Oven Zeit! Viele Menschen die zum ersten mal mit einem solchen Dutch Oven in Berührung kommen stellen sich die Frage: wie benutze ich das Ding überhaupt? Grundsätzlich ist es garkeine Kunst einen Dutch Oven (oder kurz Dopf) zu verwenden so das du dich wirklich nicht davor fürchten musst. Wir stellen nur immer wieder die gleichen Fehler fest die wir mit diesem Text (und dem Video) ausmärzen wollen. Wenn du also diese Fehler erst garnicht machen möchtest, oder dich fragst was du falsch machst, könnte dir diese kleine Anleitung helfen!

Dutch Oven

Viele Formen, Größen und Preise – um den Überblick zu behalten empfielt sich ein Besuch bei einem Fachhändler! Hier kann man verschiedene Modelle anschauen und anfassen.

Welchen Dutch Oven soll ich kaufen?

Wenn du jetzt eine Markentechnische Kaufempfehlung erwartest wirst du vermutlich enttäuscht sein. Hier soll es in erster Linie darum gehen welche Größen du brauchst und worauf du beim Kauf achten solltest. Es gibt vermutlich Dutch Oven Hersteller wie Sand am Meer. Die einen liefern eine tolle Qualität, die anderen eine nicht ganz so tolle und wieder andere einfach totalen Schrott. Wichtig ist das du dir erstmal klar machen solltest was du überhaupt brauchst. Es gibt ganze Gusseisen Sets im Internet mit mehreren Töpfen, Pfannen, Untersetzern und Deckeln. Wenn du aber nur einen Dutch Oven haben möchtest, ohne das ganze Geraffel drum rum, kann dieses Set zwar günstig, aber überdimensioniert sein. Ich halte einen FT4,5 oder einen FT6 für eine 4 Köpfige Familie für absolut ausreichend (FT ist im übrigens die Größentabelle von >>Petromax die die Literzahl angibt). Selten macht man in der Küche mehr Chili oder Gulasch als 4-6 Liter, dementsprechend benötigst du keinen Dutch Oven mit 12 Litern oder mehr. Möchtest du allerdings vornehmlich Backen, kann ich dir einen eher höheren Dutch Oven empfehlen da sich hier die Hitze besser steuern lässt. Von Petromax wäre das der FT9. Andere Hersteller bieten freilich ähnliche Größen, so findest du zum Beispiel Döpfe von >>Camp Chef, >>Lodge oder BBQ Bull”. Vergewissere dich nur beim Kauf das die Töpfe nicht zu dünn, zu blass oder zu leicht sind. Auch auf feine Risse solltest du beim Kauf schon achten. Geh am besten zum nächsten Fachhändler in deiner Nähe und schaue dir mal verschiedene Modelle an. Schnell stellst du fest das für jeden Bedarf, aber auch für jeden Geldbeutel etwas dabei ist.

Was mache ich mit einem neuen Dutch Oven?

Ein neuer Dutch Oven kommt häufig schon “eingebrannt” bei dir zu Hause an. Du musst lediglich mit heißem Wasser durchspülen und kannst auch schon mit dem “Dopfen” los legen. Einen eingebrannten Dopf erkennst Du vor allem an einer art “schwarzen Patina” auf der Oberfläche. Ist dein Dutch Oven dagegen blitzeblank solltest du den Topf zunächst mit Pflanzenöl (ähnlich einer Eisenpfanne) bei hohen Temperaturen einbrennen. Je häufiger ein Dutch Oven verwendet wird, umso schöner wird schlussendlich auch die Patina die ein festkleben oder anbacken des Gargutes verhindert. In guten Töpfen lassen sich mühelos Pfannkuchen oder auch Reibeplätzchen backen, ohne das du mit Hammer und Meißel dran müsstest um eingebrannte Essensreste zu entfernen. Verwende am Anfang vielleicht etwas mehr Öl oder bereite Speisen zu die sehr flüssig sind (Gulasch, Schichtfleisch, Chili Con Carne oder auch eine Erbsensuppe). Wir verwaren uns immer die Verpackung des gekauften Dutch Ovens auf und verstauen Ihn nach der Nutzung wieder darin. Du kannst aber auch eine Transporttasche oder eine Holzkiste für deine Töpfe aus Gusseisen im Handel bekommen.

Wie viel Kohle kommt auf und unter den Dutch Oven?

Die wohl meist gestellte Frage wenn es um das Thema Dutch Oven geht ist die Frage nach Kohle. Genauer gesagt müsste es eigentlich um Briketts gehen denn wenn du deinen Dutch Oven nicht gerade direkt in die Glut eines Feuers stellen möchtest (was zweifellos auch funktioniert), sollten Briketts deine erste Wahl sein. Briketts glühen deutlich länger als Holzkohle und lassen sich leichter und gleichmäßiger unter und auf dem Dutch Oven verteilen. Im Grunde kannst du dir einen Dutch Oven nämlich wie einen kleinen Backofen vorstellen. Auf und unter den Topf aus Gusseisen werden Kohlen gelegt die es dir ermöglichen direkt zu Braten (Unterhitze) oder zu Backen bzw. zu Schmoren (Ober- und Unterhitze gleichzeitig). Nun ist es erstmal eine Frage welchen Dutch Oven du nutzt (1 Liter, 6 Liter, 12 Liter oder irgendwas dazwischen). Außerdem ist es noch wichtig ob es gerade windig, extrem kalt, regnerisch oder sonstwie witterungstechnisch ungemütlich ist. Zwar stehen in den Rezepten immer Angaben wie “Unten 8 und oben 4 Kohlen”, aber diese Angabe hilft dir nicht wirklich weiter wenn du einen anderen Dutch Oven verwendest. Ich halte es meist so das ich meinen logischen Menschenverstand anschalte. Wenn Du etwas scharf Anbraten möchtest, solltest du unten viel Hitze haben um das Fleisch oder das Gemüse auch anständig zu bräunen. Möchtest du etwas überbacken brauchst Du natürlich mehr Ober- als Unterhitze um eine schöne Kruste zu bekommen. Möchtest Du etwas schmoren solltest du auf eine halbwegs gleichmäßige Hitze achten (wie im Backofen) und beim Backen musst du darauf achten es mit der Hitze von Oben wie von Unten nicht zu übertreiben. Schlussendlich zeigt dir dann auch die Erfahrung ob du lieber eine Kohle mehr oder weniger nehmen solltest.

Dutch Oven Reiniger

Für die Reinigung des Dutch Ovens benötigt man lediglich Wasser und einen vernünftigen Schwamm oder Ringreiniger.

Wie reinige ich einen Dutch Oven?

Der wohl größte Fehler den du machen kannst, ist deinen Dutch Oven in die Spülmaschine zu stellen. Ein Dutch Oven wird nur mit heißem Wasser gereinigt. Die oben bereits angesprochene Patina würde durch eine Reinigung mit Spülmittel (oder der Spülmaschine) zerstört. Du müsstest also nach jeder Nutz7ung den Dopf neu einbrennen. Um das zu verhindern hilft dir aber heißes Wasser und ein Drehtschwamm. Du kannst im Fachhandel aber auch “Ringreiniger” oder “Spachtel” kaufen um groben Dreck aus dem Dutch Oven zu entfernen. Wenn dir mal etwas wirklich hartnäckig angebrannt ist, kann es helfen den Dopf mit Wasser zu füllen und alles aufzukochen. Danach lässt Du den Dopf eine Zeit lang stehen um den Dreck durch einweichen zu lösen. Nun nurnoch mit einem Drahtschwamm durch den Duch Oven gehen und die angebrannhten Speisereste entfernen.

Wie lagere ich einen Dutch Oven?

Nachdem du den Dutch Oven gereinigt hast, solltest du ihn gründlich mit einem günstigen Speiseöl einreiben. Hierzu einfach ein Öl (zum Beispiel Rapsöl) auf ein Zewa geben und den Dutch Oven von innen und außen einreiben. So verhinderst du das der Topf aus Gusseisen rostet. Ich persönlich verwahre mir immer die Verpackung auf worin ich ihn gekauft habe. Darin verstaue ich den Dopf und stelle Ihn in den Keller. Du kannst es natürlich auch etwas komfortabler gestalten und eine Transporttasche oder eine Holzkiste kaufen. Lager den Dutch Oven idealerweise an einem trockenen Ort (Keller oder Gartenschuppen). Wenn du den Topf längere Zeit nicht nutzt solltest du hin und wieder mal schauen ob der Dutch Oven Flugrost ansetzt oder ob er neu eingeöl werden sollte. Riecht der Topf nach längerer Nutzung säuerlich oder gar gammelig ist dein Öl vermutlich ranzig geworden. Einfach den Dutch Oven mit heißem Wasser reinigen und neues Öl auftragen. Als Alternative hierzu gibt es auch Pflegepasten im Handel die nicht ranzig werden und lebensmittelecht sind.