Westfälische Küche: Äpfel im Schlafrock

Äpfel im Schlafrock

Ein westfälischer Klassiker sind diese „Äpfel im Schlafrock“. Sie sehen sicherlich nicht so raffiniert aus wie andere Rezepte, dennoch haben Sie es „in sich“

Alte Rezepte oder Rezepte die schon „unser Omma“ gemacht hat dürfen nicht aussterben. Dessen sind wir uns bewusst geworden und möchten in unregelmäßigen Abständen „traditionelle“ Rezepte nach kochen und Euch an diesen Rezepten teilhaben lassen. Jeder kennt diese Gerichte, die Linsensuppe bei der Oma die man mit der Gabel essen konnte zum Beispiel oder der Sonntagsbraten der „nur bei Oma“ geschmeckt hat. All diesen Gerichten möchten wir eine Chance geben und Sie im Internet „konservieren“ sozusagen. Damit unsere Großeltern Sie nicht mit ins Grab nehmen so denn Sie uns verlassen müssen.

Oftmals sind es keine „Augenweiden“ auch sind Sie nicht besonders raffiniert oder anspruchsvoll, aber Sie sind da und wir alle lieben Sie! Die Rede ist von alten Rezepten wie unsere Großeltern oder Eltern Sie einst zubereitet haben. Man verbindet mit gutem Essen und „Hausmannskost“ immer auch ein Stück Heimat. So liegt das Sauerland in Westfalen wo man zum Beispiel Potthucke oder Krümelgrete isst. Auch diese Äpfel im Schlafrock standen bei meiner Oma öfter auf dem Tisch und wurden entweder pur, mit „brauner Butter“ oder Vanillesoße serviert. Es sind diese ganz einfachen Rezepte die mir die Erinnerungen an „früher“ ins Gedächtnis rufen.  So verknüpfe ich dieses Gericht automatisch mit Herbst als es genügend Äpfel gab, die die nicht zu Saft verarbeitet wurden wanderten in den Keller neben die Kartoffelkiste und hin und wieder gab es Sonntags dann auch Äpfel im Schlafrock!

Wenn Ihr uns unterstützen möchtet nennt uns einfach mal Eure liebsten Gerichte von früher. Ihr könnt uns natürlich direkt noch ein Rezept dazu reichen, so können wir das ganze verfilmen und für die Nachwelt konservieren. Hoffentlich entsteht auf diese Weise nach und nach eine brauchbare Liste mit Rezepten von damals und wir können unseren Horizont erweitern. Egal ob „Tote Oma“, „Soljanka“ oder „Diebchen mit Duckefett“, wir sind für all Eure Vorschläge dankbar ;).

Äpfel im Schlafrock

By 13. Dezember 2015

Ein Klassiker der viele Westfalen an Ihre Heimat erinnern sollte sind diese "Äpfel im Schlafrock". Zugegeben, Sie sehen nicht gerade sonderlich großartig aus und das Gericht ist auch nicht wirklich anspruchsvoll, aber als schnelles Dessert oder gar fruchtiger Hauptgang eignen Sie sich allemal. Wir empfehlen die Äpfel entweder mit Vanilleeis, Vanillesoße oder "brauner Butter" zu servieren!

Zubereitung

 Zu den Äpfeln im Schlafrock:

Die Zubereitung ist denkbar einfach, zunächst schält Ihr die Äpfel und befreit sie von Ihrem Kerngehäuse. Nun gebt Ihr die Äpfel zusammen mit Zucker und der Tonkabohne in einen Topf mit Wasser und stellt diesen auf den Herd. Die Äpfel lasst Ihr etwa 5-10 Minuten Kochen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr mit etwa 50 Gramm Butter, den gehackten Haselnüssen, dem Zucker und den Sultaninen Eure Füllung zusammen rühren. Genaue Mengenangaben zum Zucker machen wir ungern da jeder Mensch da anders gestrickt ist. Der eine mag es eher süß, der andere lieber etwas  weniger.

Wenn die Äpfel Ihre Zeit im Wasser verbracht haben nehmt Ihr Sie heraus und schneidet den Blätterteig in jeweils 2 Stücke. Nun stellt Ihr die Äpfel auf den Teig und gebt Eure Füllung hinein. Die Ränder des Teiglings bestreicht Ihr mit etwas Eigelb ehe Ihr die Äpfel in den Teig einpackt.

Bei 200 Grad backt Ihr die Päckchen nun bis der Teig schön gebräunt ist (beim Grill der indirekte Bereich). Dazu passt noch etwas Zimt, flüssige Butter, Vanillesauce oder eine Kugel Eis.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig au´s Essen!

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