Test: Weber Stephen Drehspieß-Körbe (Neu ab 2016)

Neues Jahr, neue Produkte! Frei nach diesem Motto haben wir uns einmal überlegt wir zeigen Euch ein paar Neuheiten aus dem Hause Weber Stephen. 2016 wird bei Weber wohl das „Jahr der Rotisserie“, die neuen „Drehkörbe“ erweitern zumindest den Nutzen rund um die Roti deutlich. Wenn man vor kurzem noch an Hähnchen und Spießbraten gedacht hat, kann man mit diesen Körben noch einige Schweinereien mehr anstellen. Zunächst einmal möchten wir die Körbe allgemein beleuchten damit Ihr seht was auf Euch zukommt und für welche Zwecke Ihr die Körbe nutzen könnt.

Drehspieß Korb aus feinem Drahtgewebe (Artikelnummer 17588) zum Preis von 59,99 Euro
Weber Drehspieß-Korb

Selbst klein geschnittenes Gemüse oder wie in diesem Falle Popcorn lassen sich im feinmaschigen Drehspieß-Korb garen.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen Korb aus einem feinen Drahtgewebe. Dieser eignet sich besonders für Gemüse, Brotwürfel, Pommes, kleine Fleisch Stücke oder Popcorn! Durch seine Beschaffenheit fallen auch kleinere Stücke beim Drehvorgang nicht durch das Gitter und werden zusammen mit den anderen Zutaten gleichmäßig gegart. Dabei sorgen zwei „Schaufeln“ im inneren des Korbes dafür, dass das Gargut gleichmäßig gewendet und im Korb durcheinander gewirbelt wird. Wir haben das in unserem Beispiel (Rezept findet Ihr unter diesem Text) einmal mit Popcorn ausprobiert und waren positiv überrascht. Sebastian der vermutlich der letzte ist der sich im Kino Popcorn bestellen würde fand plötzlich gefallen am frischen aufgepoppten Mais mit Zucker und Butter. Nun lag das sicherlich nicht an dem Drehkorb als vielmehr daran das dieses Popcorn wirklich frisch war und nicht aufgewärmt wie im Kino, aber er wäre vermutlich auch nicht auf die Idee gekommen Popcorn in der heimischen Küche zuzubereiten. Wir hatten außerdem die Möglichkeit schon einmal Brotwürfel in dem Korb zu testen. Eine geringe Menge Öl reicht aus um wirklich gleichmäßig braune knusprige Brotstücke zu bekommen. Man kann hier also sagen, dass das Ziel, welches dieser Korb erreichen möchte durchaus getroffen wurde. Wundert Euch nicht, wenn Euer Korb sich am Anfang nur sehr schwer öffnen lässt. Wir hatten dieses Phänomen auch und haben festgestellt das sich dieses „Problem“ nach häufigerem öffnen und schließen von allein erledigt. Nach mehrmaliger Benutzung lässt sich der Korb einfacher öffnen, rastet jedoch weiterhin satt ein und verschließt den Korb wieder zuverlässig. Wichtig zu wissen ist auch, das der Korb nicht in die Spülmaschine darf da sich sonst die Emaille ablösen kann, am Schluss bedeutet das, dass der Korb beginnen kann zu rosten und sich Schlussendlich vermutlich in seine Einzelteile zerlegt. Solltet Ihr Euch also einen solchen Korb anschaffen, achtet darauf das der Korb nur mit heißem Wasser und etwas Spülmittel gereinigt wird. Nutzt vorsichtshalber auch keine Drahtschwämme, scharfe Reiniger (die wir bei Dingen die direkt mit Lebensmitteln in Berührung kommen ohnehin nicht empfehlen würden), oder scharfkantige Schwämme. Wir haben den Korb aber bisher immer wieder zufriedenstellend sauber bekommen. Sollte Euer Korb einmal an einigen Stellen eingebrannt oder verkrustet sein, legt Ihn einfach einige Stunden in etwas Wasser mit Spülmittel und reinigt Ihn im Anschluss, das bewahrt Euch vor Schäden und vermutlich habt Ihr dann länger Freude an einem solchen Korb.

Drehspieß Korb (Artikelnummer 17394) zum Preis von 59,99 Euro
Weber Drehspieß-Korb

Der etwas gröbere Drehspieß-Korb eignet sich besonders für größere Fleischstücke oder wie in diesem Falle Chicken Wings!

Dieser Korb ist komplett anders gearbeitet wie der oben angesprochene. Ihr haltet hier keinen richtigen Korb in den Händen, sondern vielmehr ein viereckiges Drahtgestell. Dieses wird in die Rotisserie eingespannt, kann dann mit Fleisch, Sandwiches, Tacos oder sonstigen Lebensmitteln befüllt und mit einer viereckigen Drahtklappe verschlossen werden. Dieser angesprochene „Deckel“ wird über eine Art „Führungsschiene“ geschoben und rastet dort ein. Der Vorteil ist das Euer Grillgut somit gleichzeitig in den Korb gepresst wird. Die Lebensmittel werden also nicht „umher gewirbelt“ wie bei dem oben beschriebenen Korb, sondern sitzen fest im Drahtgeflecht. Das ist besonders Vorteilhaft für Sandwiches, größere Fleischstücke oder Fisch. So haben wir bereits Ideen zu einem „rotierten Sandwich“ welches außen Kross ist und innen saftig bleibt. Käse der sich sonst immer im Grill verteilt bleibt durch die Drehbewegung am Gargut kleben und wird knusprig. Auch hier ist anzumerken das der Korb nicht in die Spülmaschine sollte. Außerdem muss man sich aufgrund der Beschaffenheit erstmal an diesen Korb gewöhnen, zu Anfang hatten wir Probleme damit das sich die Klappe nur bis zu einem gewissen Punkt (nämlich bis zum Drehspieß der durch den Korb läuft) schieben lässt. So ließ sich das Gargut nicht wirklich fest einspannen was uns nicht so gut gefiel. Nun kann man natürlich den Bereich unter dem Spieß zum Beispiel mit Gemüse auffüllen oder das zu grillende Stück auf den Mittelspieß legen um es dort einzuklemmen. Wenn man allerdings einige Zeit mit dem Korb gespielt hat kommt man auf immer neue Ideen was man damit machen könnte.

Fazit:

Nun ist die Frage ob man solche Körbe braucht. Frei nach dem Motto „haben ist besser als brauchen“ können wir diese Frage mit ja beantworten. Es ist wie bei so vielen Dingen in dem Bereich: es ist sicherlich nicht unbedingt erforderlich aber wenn man seinen Arbeitsbereich mit der Rotisserie erweitern möchte halten wir diese Körbe durchaus für sehr sinnvoll. Beide Körbe haben Ihre Stärken aber eben auch Ihre Schwächen und somit haben wir auch keinen „Sieger“ oder eine klare Kaufempfehlung. Wenn Ihr viel Fisch, Sandwiches oder größere Bratenstücke macht würden wir Euch vermutlich den „Drehspieß-Korb“ empfehlen. Solltet Ihr eher feinere Dinge wie Gemüse, Scampis, Popcorn oder Kartoffeln auf die Roti packen wollen empfielt sich sicherlich eher der „Drehspieß-Korb aus feinem Drahtgeflecht“. Übrigens passen die Körbe nicht nur auf einen Grill aus dem Hause Weber. Durch die stufenlos einstellbaren Drehschrauben lassen sich auch Rotisserien anderer Hersteller nutzen. Achtet nur darauf das Euch Euer Deckel ausreichend Platz für diese Körbe lässt und Sie nicht am Deckel hängen bleiben oder hörbar am Deckel „entlang ratschen“. Zum Abschluss bleibt zu sagen das wir es sehr gut finden das der Drehspieß endlich mehr in den Fokus rückt. Eine Rotisserie ist eines der Teile die am häufigsten am Grill unterschätzt werden, wer allerdings einmal mit Ihr gearbeitet hat stellt schnell fest welchen Mehrwert Sie bietet. Durch die Körbe erweitert sich Ihr Bereich nochmal zusätzlich was uns Raum zum  experimentieren lässt. Wer allerdings grundsätzlich mit einer solchen Garmethode wenig anfangen kann, wird sich vermutlich auch wegen dieser Körbe nicht dazu entschließen eine komplette Ausrüstung für seinen Grill zu kaufen.

Popcorn vom Grill

By 17. Februar 2016

Das man Popcorn nicht nur im Kino essen kann beweist dieses einfache Rezept. Es ist für den Weber Korb aus feinem Drahtgeflecht zugeschnitten und klappt dort wirklich prima. Sicherlich kann man Popcorn auch auf dem Herd zubereiten aber wenn man im Sommer ohnehin im Garten sitzt, kann man abends in geselliger Runde auch mal schnell diese Knabberei in den Korb kippen und "laufen lassen". Die Zutaten sind überschaubar und der Preis pro Portion bewegt sich im Cent Bereich.



Zubereitung

Zum Popcorn:

Zunächst einmal müsst Ihr den Drehspieß-Korb auf Eurem Drehspieß befestigen. Anschließend montiert Ihr Euren Drehspieß auf dem Grill. Nun regelt Ihr bei geschlossenem Deckel eine Temperatur von 180 Grad ein, der Korb sollte sich im interekten Bereich des Grills drehen (also dem Bereich wo keine Kohle liegt / wo kein Brenner an ist).

Das Öl gebt Ihr über Euren Popcorn Mais und vermengt alles gut miteinander. Nun lasst Ihr den Mais einige Zeit (etwa 15 Minuten) stehen und gebt Ihn danach in Euren Drehkorb. Wenn der Drehkorb verschlossen ist, schließt Ihr den Deckel Eures Grills und schaltet die Rotisserie ein. Nun wird der Mais so lange rotiert bis er aufgepoppt und fertig ist.

Die Temperatur in Eurem Grill könnt Ihr dafür nutzen die Butter zu schmelzen, ist diese Flüssig vermengt Ihr Sie mit dem Zucker und gebt diese Mischung am Schluss in einer Schüssel über Euer Popcorn. Grundsätzlich sind Euch natürlich keine Grenzen gesetzt, Ihr könnt das Popcorn auch herzhaft mit Eurem liebling´s BBQ Rub, geräuchertem Paprikapulver oder Chiliöl würzen. Bei süßen Varianten eignen sich Dessert Rubs, Vanille, Zimt oder Tonkabohnen.



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7 Responses to Test: Weber Stephen Drehspieß-Körbe (Neu ab 2016)

  1. Frank

    Hi,
    guter Post samt Video.
    Habt Ihr beim Popcorn den Heckbrenner an oder nur die unteren Brenner?
    Allgemein fände ich mehr Drehspießrezepte toll (-:
    Gruß
    Frank

    • Sauerlaender BBCrew

      Hi,

      das Popcorn wurde ohne den Heckbrenner zubereitet :), Wir bemühen uns in Zukunft mehr Rezepte von der Roti für Euch vom Rost zu holen!

      Beste Grüße

  2. Weber-Fan

    Hi,
    Ihr wisst aber schon, dass sich eure Rotisserie falsch herum dreht? Zumindest wenn der Heckbrenner im Einsatz ist, sollte sie sich immer von der Flamme weg drehen. 🙂

    Beste Grüße

    • Sauerlaender BBCrew

      Moin!

      Das höre ich tatsächlich jetzt zum ersten mal ^^ hat welchen Grund?

      Beste Grüße

      Sebastian

      • Weber-Fan

        Damit das Fett nicht gleich heruntertropft, sondern sich immer mit dem Grillgut mitzieht.

        Grüße

        • Sauerlaender BBCrew

          Aber da ist es doch fast egal wie rum es sich dreht. Aber wir werden das mal ausprobieren.

          Beste Grüße

          • Weber-Fan

            Naja, egal ist es nicht… es ist schon ein Unterschied ob das Fett nach der Hitze nur eine viertel oder eine dreiviertelumdrehung mitmacht. bzw. direkt nach der Hitze heruntertropft oder sich erneut über das Grillgut legt.
            Fragt mal Klaus von „Klaus grillt“!

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