Test: Der Looftlighter

Gerade für Menschen mit einem Keramikgrill stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen anzünden. Wir möchten Euch heute einmal den „Looftlighter“ vorstellen und Fragen zu seiner Nutzung beantworten. Immer wieder kommen nämlich Fragen und Klagen darüber das sich der Looftlighter selbst zerstört. Das passiert tatsächlich wenn man eine wichtige Grundregel nicht einhält: der Lighter darf während des anzündens der Kohle nicht dauerhaft an die Glut gehalten werden!

Das Gerät:
Looftlighter

Die Ähnlichkeit zu einem Lockenstab ist nicht zu verleugnen, dennoch steckt einiges mehr in diesem kleinen Helferlein für den Grill!

Wenn man sich das Gerät einmal anschaut stellt man schnell die ähnlichkeit zu einem Lockenstab fest. Wir halten ein längliches Gerät in den Händen welches an der einen Seite einen Plastikgriff mit Kabel und Ein- Aus- Schalter besitzt. Auf der anderen Seite finden wir ein Aluminiumrohr mit Löchern welches vorn mit einer Art „Gitternetz“ verschlossen ist. An dieser vorderen Öffnung kommt auch die Kohle mit der Hitzequelle des Looftlighters in Kontakt. Diese bringt die Kohle durch große Hitze zum Glühen und sorgt durch einen eingebauten Ventilator zeitgleich dafür das sich die Glut ausbreitet. Der Häufigste Fehler der bei diesem Anzündvorgang gemacht wird ist das der Looftlighter nicht schnell genug von der Hitzequelle genommen wird. So beginnt das Aluminium zu schmelzen und das Gerät bzw das Aluminium was einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzt als glühende Kohlen löst sich auf. Dementsprechend ist darauf zu achten das Ihr beim Anzündvorgang so lange wartet bis die ersten Funken zu sprühen beginnen. Nun zieht Ihr das Gerät langsam Stück für Stück nach hinten und arbeitet nurnoch mit dem Ventilator. Dieser pustet direkt in die Glut und sorgt für eine mehr oder weniger gleichmäßige Ausbreitung der Glut. Habt Ihr ein schönes Glutnest erzeugt könnt Ihr den Looftlighter aus schalten und den Deckel Eures Grills schließen. Durch den Kamineffeckt glüht nun die Kohle je nach Luftzugabe schneller oder langsamer durch.

Auch für das anfeuern eines Kamin´s ist der Lighter geeignet. Wir haben häufiger trockenes Holz in unserem Holzbackofen entzündet, hier ist darauf zu achten das es wirklich trockenes Holz sein MUSS! Handelt es sich um Holz mit hoher Restfeuchte qualmt das Holz stark beim Anzünden. Was bei einem Pizzaofen oder Gartenkamin sicherlich noch zu verschmerzen ist, wird spätestens bei der Verwendung in den heimischen 4 Wänden am Kamin zum Problem. Hier halten wir den Looftlighter allerdings auch eher für ungeeignet. Zum verbauten Aluminium ist folgendes zu sagen: wir halten es für eine gute Idee Aluminium zu verwenden da dieses Metall schnell abkühlt. Wenn man das Gerät ordnungsgemäß verwendet zerstört man ihn auch nichts selbst und läuft nicht Gefahr sich einen neuen kaufen zu müssen.

Fazit:

Der Looftlighter ist gerade für Menschen mit Keramikgrill eine echte Alternative zum Bioanzünder! Richtet man sich nach der Bedienungsanweisung hat man lange Freude an dem Gerät und läuft nicht Gefahr es zu zerstören. Für Besitzer von Gartenkaminen oder Holzbacköfen ist der Lighter ebenso geeignet. Die Steine im Kamin kommen nicht mit Anzündwürfeln oder sonstigen Brandbeschleunigern in Kontakt und das Holz entzündet sich wirklich schnell. Das Kabel am Looftlighter hätte unserer Meinung nach ein wenig länger ausfallen können da es gerade die Nutzung im Garten ohne Verlängerungskabel doch stark einschränkt. Da die Frage zum Aluminium immer wieder gestellt wird und warum es kein Edelstahl sein konnte: wir halten Aluminium für eine gute Sache in diesem Bereich. Es kühlt schnell ab und ist leicht, allerdings muss man dafür in Kauf nehmen, das dass Metall recht weich ist und einen niedrigen Schmelzpunkt aufweist. Wie oben beschrieben hat man allerdings bei sachgemäßer Verwendung lange Spass an einem solchen Gerät. Im direkten Vergleich mit einem Heißluftföhn ist der Looftlighter deutlich schneller, innerhalb weniger Sekunden beginnt die Kohle zu glühen, anschließend breitet sich das Glutnest durch den Föhn rasant aus und der Grill ist einsatzbereit.

Für Besitzer eines Kugelgrills welche zusätzlich noch über einen Anzündkamin verfügen ist der Looftlighter uninteressant. Hier fährt man deutlich besser, wenn man die Briketts im AZK vorglüht und diese dann durchgeglüht im Grill verteilt. Bei einem Watersmoker (WSM) macht das Gerät schon wieder mehr Sinn. Hier entfacht man ein Glutnest in der Mitte welches sich dann über längere Zeit von allein ausbreitet.

One Response to Test: Der Looftlighter

  1. David

    Hallo, kleiner Erfahrungspricht bzw. Ergänzung. Ich nutze den Looflighter durchaus zusammen mit dem AZK als Kugelgrillbesitzer. Nämlich um die Rauchentwicklung extrem zu reduzieren. Ich wage zu behaupten gänzlich zu vermeiden. Nervige Nachbarn geben nun Ruhe.
    Dazu einfach wie gewohnt den AZK befüllen und dann mit dem Looflighter von oben anzünden. Ergebnis: entstehender Rauch wird durch die obersten bereits glühenden Kohlen praktisch verbrannt. Die Hitze steigt auch nach unten und entzündet die unteren Kohlen ebenso. Werde dazu mal ein Video machen.
    Grüße

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