Strohschwein mit gebackenen Tomaten & Honig

gebackene Tomaten

Im Backpapier gebackene Tomaten mit Honig sind ungewöhnlich: aber unfassbar gut! Sie passen zu Fleisch, Fisch oder als etwas andere Vorspeise bei einem schönen Grillabend.

Wir probieren gern neues und als wir durch Zufall auf „Strohschweine“ der Metzgerei Leggedör stießen wurden wir gleich neugierig. Konventionelle Schweinehaltung erfolgt häufig in dunklen Ställen mit Spaltenböden und die Schweine bekommen weder Tageslicht noch Gras zu Gesicht. Das ist nichts ungewöhnliches und heutige Mastschweine sind häufig sehr anfällig für allerhand Krankheiten, außerdem haben Bauern in einem geschlossenen System Ihre Schweine und die Aufzucht besser unter Kontrolle. Sie wissen ganz genau was in den Stall hinein kommt und können sofort eventuelle Risiken für Ihre Zucht minimieren. Man kann sich sicherlich vorstellen das ein Krankheitserreger in einem solchen Stall in Windeseile auf andere Schweine überspringt was im Umkehrschluss zur Folge hat das man die Tiere behandeln muss oder man sogar einige von Ihnen verliert. Nun ist der Preiskampf bei Fleisch in Deutschland aktuell unerbittlich und viele Bauern kämpfen um Ihr überleben. Da kann man es sich weder leisten Tiere zu verlieren, noch aufwändige Behandlungen finanzieren da diese den Preis zusätzlich drücken.

Da ist es eine Wohltat zu sehen, dass immer mehr Bauern dazu übergehen von der konventionellen Haltung abzuweichen um andere Wege zu beschreiten. Nun zahlt man für dieses Fleisch immer ein paar Euro mehr, dafür finanziert man damit eine bessere Tierhaltung und sichert die Existenz von Landwirten. Markus Leggedör setzt hierbei auf 100% regionalität. Die Fleischerei befindet sich in Weener und die Landwirte mit denen Er zusammen arbeitet liegen im Umkreis von 15 Kilometern. Diese Landwirte liefern Ihre Tiere noch selbst an was weniger Stress und somit eine höhere Qualität bedeutet und genau hier kommen wir wieder zu unserem oben angesprochenen Strohschwein. Diese Tiere leben in offenen Ställen mit Stroh Einstreu und bekommen alle äußeren Einflüsse mit. Sie bekommen die Zeit zum Wachsen die Sie benötigen und werden nicht wie in manchem Großbetrieb üblich in möglichst kurzer Zeit groß gezogen um das geforderte Schlachtgewicht zu erreichen. Genau solche Dinge sind es die wir mit unserem Blog aufzeigen möchten: gutes Fleisch kostet ein paar Cent oder auch mal ein paar Euro mehr, aber wenn Ihr Landwirte und Metzger in Eurer Umgebung habt unterstützt diese! Die Metzgerei Leggedör findet Ihr in der „Süderstraße“ in 26826 Weener, dort bekommt Ihr neben dem von uns beschriebenem Strohschwein auch trocken gereiftes Rind und Fleisch von Salzwiesenkälbern, den Link zur Homepage findet Ihr HIER!

Als Beilage haben wir mit Honig gebackene Tomaten gemacht. Diese Rezept Idee stammt aus dem Buch „vegetarisch Grillen“ von Tom Heinzle. Wir waren zu Anfang sehr skeptisch ob wir Tomaten, Honig und Kräuter wirklich verbinden können. Inzwischen haben wir diese Beilage häufiger vergrillt und können Euch nur an´s Herz legen das auch mal zu versuchen. Sie schmeckt nicht nur als Beilage, sondern auch als Fingerfood oder bei Tapas Abenden auf der Terrasse.

Strohschwein & gebackene Tomaten mit Honig

By 29. August 2015

Dieses einfache Rezept eignet sich hervorragend wenn es mal schnell gehen soll und Ihr keine große Zeit und Lust habt etwas vorzubereiten. Natürlich kann das Fleisch auch gegen andere Steaks vom Schwein oder vom Rind ausgetauscht werden. Wir wollten mit diesem Rezept nur einmal das "Strohschwein" und seine Haltung ein wenig vorstellen. Die gebackenen Tomaten können auch als vegetarischer Hauptgang, als Vorspeise oder als Zwischengang mit einer frischen Scheibe Weißbrot gereicht werden.

Zubereitung

Zum Steak:

Euer Steak sollte etwa 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden um etwas zu akklimatisieren. Anmschließend wird es nur mit Salz gewürzt und bei direkter starker Hitze von beiden Seiten etwa 90 Sekunden angegrillt. Wenn Ihr eine ordentliche Kruste auf dem Fleisch habt könnt Ihr das Steak auf den indirekten Bereich (der Bereich wo sich keine Kohle befindet) ziehen und es dort mit einem Kerntemperatur Thermometer versehen. Die angestrebte Temperatur sollte 60 Grad betragen, ist diese erreicht nehmt Ihr das Steak vom Grill, lasst es etwa 5 Minuten ruhen und schneidet es in feine Tranchen. Nun könnt Ihr das Fleisch mit etwas Pfeffer würzen und servieren.

Zu den Tomaten:

Aus etwas Backpapier formt Ihr ein kleines „Schiffchen“, das geht einfacher wenn Ihr das Backpapier vorher unter fließendem Wasser zusammenknüllt. In dieses „Schiffchen“ legt Ihr einfach die Tomaten und verteilt die klein geschnittene Chili darüber. Nun gebt Ihr ein paar Zweige Thymian, Das Dukkah Gewürz (wenn Ihr diese Gewürzmischung nirgendwo auftreiben könnt, könnt Ihr selbstverständlich auch darauf verzichten), etwas Salz und ordentlich Honig darüber.

Euer Päckchen mit den Tomaten kommt bei 150 Grad in den indirekten Bereich Eures Grills oder in den Backofen (Ober- und Unterhitze), hier wird es so lang liegen gelassen bis die Tomaten aufplatzen. Auf dem Teller könnt Ihr noch ein wenig Parmesan über die Tomaten reiben.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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