Spanferkelribs in Kräutermarinade

Kommissar Zufall ist es geschuldet das wir Euch heute mal eine etwas andere Art von Spareribs vorstellen können. Ein Arbeitskollege von uns hatte ein zerteiltes Spanferkel und wollte dieses zum Einstand von uns grillen lassen. Mangels Zeit und Platz blieben so die beiden  Flanken vom Spanferkel übrig. Nun sind wir nicht dafür bekannt Lebensmittel in den Abfalleimer zu kippen und schon garnicht „tierische“ Produkte. Man sollte, nein man MUSS sich eben immer vor Augen halten das für ein Stück Fleisch eben auch das Leben eines Tieres beendet werden muss.

Ribs vom Spanferkel

Ribs vom Spanferkel haben keinen großartigen Eigengeschmack, jedoch sind sie sehr zart und schnell zubereitet.

Natürlich ist es nun klar das wir bei Rippen eines so kleinen Tieres nicht wirklich viel Fleisch erwarten können. Auch der Eigengeschmack des Fleisches ist kaum bis garnicht gegeben. Umso spannender für uns wie sich solche Rippen auf dem Grill verhalten. Normale „Baby Back Ribs“ werden zumeist in der 3 2 1 Methode gegart. Hierbei werden die Rippchen erst 3 Stunden geräuchert, dann 2 Stunden gedämpft und anschließend eine Stunde mit BBQ Soße glasiert. Man muss kein Hellseher sein um zu wissen das wir uns gegen eine solche Methode entschieden haben. Unsere Ribs wurden weder gedämpft noch mit BBQ Soße glasiert. Wir entschieden uns für eine Flüssigmarinade mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern denn durch den fehlenden Eigengeschmack vom Fleisch hätten wir mit einer reinen BBQ Soße als Topping selbst die letzten Aromen massakriert. Außerdem konnte die Phase des Dämpfens komplett ausgelassen werden da die Rippchen ansich schon unglaublich zart sind, man muss sie also nicht durch Zugabe von Flüssigkeit „zart kochen“. So wären es im „Fachjargon“ vermutlich 4-0-0 Ribs gewesen.

Das Ergebnis hat uns überrascht jedoch nicht unbedingt überzeugt. Die Gewürzmarinade kam sehr gut durch und schmeckt super (bestimmt auch zu normalen Ribs), der Rauchgeschmack war entgegen zu normalen Rippen sehr deutlich aber nicht so das alles nur nach Rauch geschmeckt hätte. Der Eigengeschmack vom Fleisch blieb dagegen völlig auf der Strecke und wir hatten kaum Fleisch am Knochen dafür Bereiche die fast ausschließlich aus Fett bestanden. Man kann also Spanferkelribs machen, muss es aber nicht. Wer besonders zartes Fleisch ohne viel Eigengeschmack sucht ist bei Rippen vom Spanferkel sicher richtig, wer jedoch Wert auf eine anständige Fleischauflage ohne zu viel Fett sucht sollte eher bei den normalen Rippen vom Schwein, oder bei Beefribs bleiben. Die Gewürzmarinade dagegen können wir absolut empfehlen, auch für normale Ribs!

Gewürzmarinade für Spareribs

By 24. April 2016

Diese Gewürzmarinade eignet sich ideal für Spareribs oder andere "Low & Slow" Gerichte vom Schwein (wie etwa Pulled Pork). Idealerweise legt Ihr das Gargut über Nacht in die Gewürzmarinade ein um dem Fleisch Zeit zu geben den Geschmack der Gewürze anzunehmen. Die Gewürzmarinade ist nicht zum direkten grillen geeignet da die Gewürze, Kräuter und auch der Zucker verbrennen würde.

Zubereitung

Zur Marinade:

Die einzelnen Zutaten rührt Ihr einfach in einer großen Schüssel mit einer Gabel oder einem Schneebesen zu einer Marinade zusammen. Nun legt Ihr Euer Fleisch in eine große Tüte und gebt die Marinade dazu. Verschließt die Tüte und vermengt den Inhalt ordentlich miteinander damit die Marinade überall am Fleisch haftet.

Am nächsten Tag könnt Ihr das Fleisch aus dem Beutel nehmen und es auf den indirekten Bereich Eures Grills legen. Die überschüssige Marinade könnt Ihr während des garens mit einem Pinsel über dem Fleisch verteilen.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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