Schwäbischer Zwiebelkuchen

Auch wenn wir es uns nicht eingestehen wollen, der Sommer geht zu Ende! Jetzt beginnt langsam wieder die Zeit für die deftige Küche, leckere Suppen und Zwiebelkuchen! Kindheitserinnerungen werden wach wenn ich an den Duft von frischem Zwiebelkuchen denke. Nach den letzten wärmenden Sonnenstunden im September kam man nach Hause und wurde mit einem ganzen Blech Zwiebelkuchen überrascht. Für die Erwachsenen gab es den ersten Federweißer und für die Kinder Traubensaft. Es ist kein klassischer Zwiebelkuchen, es ist auch kein besonderer Zwiebelkuchen, aber es ist mein liebster Zwiebelkuchen!

Zwiebelkuchen

Egal ob warm, kalt, mit Schmand, Creme Fraiche, Speck oder Schinken: Zwiebelkuchen geht immer!

Was müsst Ihr bei diesem Zwiebelkuchen beachten?

Um gleich eines vorweg zu nehmen: Zwiebelkuchen machen ist wohl das einfachste der Welt! Bei uns gibt es dieses Gericht, wenn gerade nichts anderes da ist. Es gibt Zwiebelkuchen als Vorspeise, zu späterer Stunde wenn Gäste da sind, einfach spontan oder kalt am nächsten Tag. Er schmeckt warm, kalt, aufgewärmt oder frisch und heiß aus dem Ofen. Man kann ihn mit zusätzlichem Käse zubereiten, Schmand als Untergrund verwenden oder Creme Fraiche. Man kann rote Zwiebeln nehmen oder Schalotten und man kann sogar weiße Zwiebeln verwenden.

Ihr seht, dieses Gericht ist schnell gemacht und schmeckt! Wichtig ist vor allem aber eines: guter Speck! Wenn Ihr ein gutes Stück geräucherten Bauchspeck habt, kann dieses Gericht nur schmecken! Die zweite und auch schon letzte wichtige Sache ist das Ihr den Zwiebeln beim vorherigen anbraten Zeit gebt und das Ihr Butter verwendet. Wer Speck, Zwiebeln und Schmand kombiniert der sollte wirklich Butter verwenden! Nicht damit man die nötigen Kalorien zusammen bekommt, sondern weil Butter einfach besser schmeckt! Wenn Ihr diese zwei Punkte beachtet steht einem leckeren Zwiebelkuchen nichts mehr im Wege und Ihr werdet vermutlich beim ersten Bissen genau so ein Grinsen im Gesicht haben wie ich es früher hatte und heute noch immer habe.

Woher kommt der Zwiebelkuchen?

Viele denken beim Anblick zunächst mal an einen Flammkuchen. Dies ist jedoch nicht korrekt da der Unterschied in den Zwiebeln liegt. Beim Flammkuchen werden die Zwiebeln roh auf den Teig gestreut, beim Zwiebelkuchen hingegen dünstet man die Zwiebeln vorher in Butter oder Schmalz an. Woher genau dieses Gericht kommt kann man nicht 100% klären. Viele vermuten das dieses Gericht vor Jahren schon in Weinanbaugebieten seinen Ursprung hat. Während der Weinlese fanden viele Frauen keine Zeit größere Mahlzeiten für Ihre Männer im Weinberg zu kochen da sie selbst gebraucht wurden. So findet sich der „Zwiwwelkuche“ heute noch besonders in den Weingebieten wie Saar, Pfalz, Rhein oder Baden. Auch in Franken oder an der Mosel weiß man ein gutes Stück „Kuchen“ zu schätzen. Ob diese Vermutung allerdings so stimmt werden wir vermutlich nie erfahren. Besonders gut schmecktdazu übrigens neuer Wein wie etwa Federweißer, Riesling oder ein gutes, süffiges Bier!

Rezept für einen schwäbischen Zwiebelkuchen

By 24. August 2016

Dieses Rezept ist unglaublich einfach, ultra lecker und passend für jeden Anlass. Ihr könnt den Zwiebelkuchen einfach und unkompliziert unter der Woche nach der Arbeit zubereiten, ihn Euren Gästen als Vorspeise servieren oder ihn kalt am nächsten Tag essen. Idealerweise trinkt Ihr ein gutes Gläschen Federweißer dazu und genießt den Zwiebelkuchen bei den letztehn warmen Sonnenstrahlen des Sommers.

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Zubereitung

Zum Teig:

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten (Küchenmaschine) bis er schön geschmeidig ist. Anschließend den Teig in eine Schüssel geben und ihn abgedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Nudelholz einen gleichmäßig dicken Boden rollen.

Zum Belag:

Die Zwiebeln häuten und in Halbringe schneiden. Anschließend die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebeln unter schwacher Hitze bräunen bis sie karamellisiert und süß sind. Den Schmand auf dem Boden verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die Zwiebeln und den Speck auf dem Boden verteilen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und ebenso über dem Teig verteilen. Zum Schluss alles mit etwas Muskat und (optional) Kümmel bestreuen.

Den Zwiebelkuchen bei 220 Grad (Ober & Unterhitze) 15-20 Minuten backen.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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