Rotbarsch mit Maronensoße & Wurzelgemüse

Rotbarsch & Maronensoße

Mit wenigen Handgriffen ein komplettes Menü auf den Teller zaubern geht ganz einfach, wenn man weis wie!

Maronen sind in vielerlei Hinsicht unterschätzt. Viele kennen Sie nur vom Weihnachtsmarkt wenn Sie völlig übergart in einer Tüte vor sich hin vegetieren und man sich fragt warum man für die paar kümmerlichen Maronen nun 4,80 Euro gezahlt hat. Das muss natürlich nicht sein denn mit Maronen kann man auch Daheim am heimischen Grill oder in der Küche richtig tolle Gerichte Zaubern. So haben wir uns überlegt; warum eigentlich das süßliche Aroma von den Maronen nicht mit würzigem Speck und feinem Fisch kombinieren? Gut, das klingt im ersten Moment vielleicht nicht gerade so als ob es passen würde und auch im zweiten Moment wird man vermutlich eher stutzig doch dann siegt die Neugier und man probiert es doch einmal. Wir können an dieser Stelle nur sagen: UNBEDINGT! Maronen und Fisch ist das neue „große Ding“ und es passt ganz hervorragend zueinander!

Den Fisch haben wir von unserem treuen Abonnenten „Micha der Mog“ bekommen der uns auf der „Ruhrpott BBQ“ zusammen mit seiner Frau eine ganze Kiste Fisch in die Hand drückte um auch seinen Horizont mit neuen Rezepten zu Erweitern. Micha fährt regelmäßig zum Angeln nach Skandinavien und so haben wir nicht nur einfach „Fisch“ bekommen, sondern auch noch welchen den er persönlich aus dem Meer gezogen hat. Wenn man nun also schon den Auftrag bekommt den Horizont eines Anglers zu erweitern gibt man sich natürlich alle Mühe dem gerecht zu werden und so standen wir zunächst einmal etwas ratlos vor diesem kompletten Rotbarsch. An den Fischtheken in Deutschland bekommt man solche Prachtkerle nämlich zu 95% komplett ausgenommen, ohne Kopf und ohne Rückenflosse, portioniert oder als Filet geschnitten. Nun ist das natürlich mal ganz nett das die Fischverkäufer dieser Welt das tun, allerdings muss man auch wissen warum Sie das tun (denn aus reiner Nächstenliebe machen die wenigsten Verkäufer etwas). Es ist ganz einfach: Die Rückenflosse des Rotbarsch´s weist giftige Stacheln auf die bei Berührung zu fiesen Verletzungen und Schwellungen führen können. Mit einer Flüssigkeit die sich beim Rotbarsch in den Augen befindet kann man das Gift allerdings wieder neutralisieren (damit sind wir unserem Bildungsauftrag hoffentlich soweit gerecht geworden) :D.

Für uns stand jedenfalls fest: Das Tierchen muss im ganzen zubereitet werden, denn dann entfaltet der Rotbarsch nicht nur seine volle Farbe und ist schön anzusehen, sondern er bleibt auch wunderbar saftig im inneren und trocknet nicht aus. Fische im Ganzen zu garen ist übrigens „fast“ Idiotensicher da die Flüssigkeiten im Fisch verbleiben und Ihr so nicht Gefahr lauft das Euer Fisch zu trocken wird. Beim Fischfilet muss man da schon deutlich mehr aufpassen! Wenn Ihr also eher selten mit Fisch zu tun habt probiert doch einfach mal aus einen Fisch am Stück zu garen.

Rotbarsch mit Maronensoße & Wurzelgemüse

By 5. Dezember 2015

Dieses Rezept funktioniert nicht nur mit einem Rotbarsch sondern kann zum Beispiel auch mit Doraden oder Forellen wunderbar nachgekocht werden. Wie bei (fast) all unseren Rezepten benötigt Ihr nicht unbedingt einen Grill sondern könnt den Fisch auch prima im Backofen zubereiten. Die benötigten Maronen für die Soße bekommt Ihr in annehmbarer Qualität meist ab Mitte Oktober bis mitte Januar. Bitte nehmt abstand von gefrorenen Maronen da diese das meiste Aroma bereits verloren haben.

Zubereitung

Zum Fisch:

Als erstes solltet Ihr Euch um die Füllung für Euren Fisch kümmern. Hierfür bereitet Ihr zunächst das Gemüse vor: die Möhren, die Pastinake und die Steckrübe werden geschält und in etwa gleich große Stücke geschnitten. In einer Schüssel vermengt Ihr das geschnittene Gemüse mit der Knoblauchzehe die Ihr durch eine Knoblauchpresse drückt.  Zusammen mit dem Thymian, etwas Öl und der Teriyakisoße verrührt Ihr das Gemüse und lasst es etwa 1 Stunde abgedeckt im Kühlschrank ziehen.

Nachdem das Gemüse durchgezogen ist reibt Ihr Euren Fisch von innen und außen mit etwas Salz und Pfeffer ein. Nun verteilt Ihr das Wurzelgemüse in der bauchhöhle Eures Fisches. Sollte das Gemüse herauspurzeln könnt Ihr den Fisch mit etwas Bratengarn fixieren. Den Fisch gebt Ihr jetzt bei 160 Grad indirekt in den Grill, den Holzbackofen oder in den Backofen bei Ober- und Unterhitze, wir können nicht genau sagen wann Euer Fisch genau fertig ist, jeder Fisch verhält sich anders und auch die Größe spielt natürlich eine Rolle. Es gibt Barsche die 400 Gramm wiegen genau wie es Barsche gibt die doppelt oder dreifach so viel wiegen. Perfekt ist Euer Fisch jedoch wenn Er  im inneren leicht glasig ist.

Zur Soße:

Für Eure Soße schneidet Ihr die Zwiebeln in feine Würfel und den Bacon in kleine Streifen. Zusammen mit einem Stückchen Butter schwitzt Ihr beides in einem Topf an bis die Zwiebeln schön glasig sind.  Anschließend gebt Ihr die Maronen dazu und gart Diese kurz mit. Ist alles angeschwitzt gießt Ihr alles mit etwas Sahne auf und lasst alles zusammen etwa 10 Minuten köcheln. Mit einem Pürierstab püriert Ihr nun die Soße, sollte Sie zu dick sein, könnt Ihr Sie noch mit etwas Gemüsebrühe, Milch oder Sahne strecken.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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