Rezept für ein Rinderfilet mit Erbsen-Kartoffelstampf

Wenn du auf der Suche nach einem festlichen Rezept bist, bei dem du mit möglichst wenig Aufwand den größtmöglichen Erfolg erzielen kannst bist du hier genau richtig! Es gibt Rinderfilet mit geschmorten Portweinzwiebeln und einem Erbsen-Kartoffelstampf. Da tropft einem der Zahn wenn man es auf dem Teller sieht. Das eigentliche Geheimnis an der Nummer ist jedoch etwas ganz anderes: das man ohne viel Tamtam, mit wenigen Zutaten die Oma´s, Opa´s, Tanten und Onkel dieser Welt von den eigenen Kochkünsten überzeugen kann. Kostentechnisch überschaubar aber dafür großartig im Geschmack. Sollte dein Geldbeutel kein Rinderfilet hergeben kannst du die Beilagen auch zu X-Beliebigen anderen Fleischarten servieren (das wird keinem auffallen das es so nicht geplant war 😉 ).

Die Mär vom besten Stück vom Rind!
gegrilltes Rinderfilet

Mit wenig Aufwand zum maximalen Genuss! Ein Rinderfilet mit Portweinschalotten auf Kartoffelstampf!

Für viele ist das Filet das beste und tollste Stück was ein Rind zu bieten hat. Für uns jedoch ist das Filet halt eben ein zartes Stück vom Rind, welches man gut der buckeligen Verwandtschaft vorsetzen kann weil sogar Tante Triena mit einem komplett durchgegarten Filet nicht auf einer Schuhsohle herumkauen muss. Häufig verwechselt der geneigte “Steakliebhaber” gute Qualität mit einem “zarten Stück” Fleisch. Zart ist das Filet da brauchen wir uns garnichts vor machen. Das liegt natürlich auch an der Lage dieses Stückes beim Rind. Das Filet verläuft unterhalb der Wirbelsäule (genau unter dem Roastbeef übrigens) und hat in seinem Dasein nicht schwer zu arbeiten. Ein Rinderfilet wird häufig in gutbürgerlichen Restaurants serviert und erfreut sich hier, bedeckt von Pfefferkruste, in Cognac flambiert oder in Weißweinsoße gekocht größter Beliebtheit. Nachteil an der ganzen Geschichte ist das vom eigentlichen Rindfleischgeschmack nicht mehr sehr viel übrig bleibt. Das liegt vor allem an dem Fakt das Filets sehr mager sind. Nun sage ich aber auch immer zu meiner Freundin “ich bin nicht Fett, ich bin Geschmacksträger”. Genau diese wichtige Zutat nämlich Fett fehlt dem Rinderfilet jedoch.

Schaut man sich hingegen andere Steakzuschnitte an stellen wir fest das es neben dem Rinderfilet noch viele schöne andere Stücke auf dem Markt gibt die entdeckt und serviert werden wollen. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem >>Ribeye Steak, einem >>Roastbeef oder einem >>Nierenzapfen? Da schmeckt man nämlich auch das Fleisch und kann wirklich mal von Geschmack sprechen. Natürlich möchten wir die Qualität von einem Rinderfilet nicht herunterreden. Wir möchten nur das man sich nicht immer vormacht das ein Filet die absolute Erfüllung am Steakhimmel darstellt. Filet ist wie Champagner oder Austern: alles kostet einen Haufen Geld, wirklich mögen tun es aber die wenigsten!

Woran erkenne ich ein gutes Rinderfilet und was muss ich beachten?

Nun haben wir ja viel über das Filet geschrotzt und natürlich wollen wir dich nicht verunsichern. Ein Filet ist ein tolles Stück was du (wie oben überspitzt dargestellt) sogar durch servieren kannst ohne das es sich ziehen lässt wie Leder (es schmeckt dann höchstens so…). Dennoch solltest Du beim Kauf eines Rinderfilets darauf achten das du ein Stück bekommst was wenigstens etwas durchwachsen daherkommt. Ein unglaublich mageres Rinderfilet vom Jungbullen ist vielleicht zart, es schmeckt aber nach nahezu nichts… Erst durch etwas Fett kitzelst Du den Geschmack aus diesem Stück Fleisch heraus. Vorteil daran ist eben das selbst Menschen die “amtliche Steaks” verschmähen, im Filet ihre Erfüllung finden können. Der Gargrad sollte beim Filet unserer bescheidenen Meinung nach allerdings maximal 52 Grad betragen. Damit hast du noch ausreichend Geschmack am Fleisch, ein schönes Mundgefühl und ein schönes Bild auf dem Teller.

Dieses Rezept ist außerdem im Magazin >>“Heimatliebe” erschienen.

Rezept für ein Rinderfilet mit Erbsen-Kartoffelstampf

By 15. November 2017

Dieses Gericht eignet sich besonders um Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern mit wenigen Handgriffen zu begeistern. Wenn du also mit möglichst wenig Aufwand das maximale Lob für deine Kochkünste bekommen möchtest ist dieses Rezept genau das richtige für dich. Ein ideales Rezept für festliche Anlässe wie Weihnachten, Ostern, Geburtstage oder sonstige Zusammenkünfte mit der lieben Familie (schmeckt aber auch prima mit Freunden bei einem Gläschen Bier).

Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Zunächst sollten die Zwiebeln geschält und in Streifen geschnitten werden. Anschließend gibt man sie mit etwas Butter in eine Pfanne und schwitzt sie leicht an bis sie glasig sind. Nun mit etwas Portwein angießen und alles einkochen lassen. Die Zwiebeln sind fertig wenn sie eine tiefrote Farbe angenommen haben. Sollten die Zwiebeln noch recht blass wirken gibt man einfach während dem garen etwas Portwein dazu.

Für das Erbsen- Kartoffelpüree die Kartoffeln schälen und in reichlich Salzwasser weich kochen. Währenddessen die Erbsen mit der Butter in einer Pfanne anbraten bis die Zutaten leichte Röstaromen bekommen haben. Die gekochten Kartoffeln zu den Erbsen geben und alles mit einem Schuss Milch zu einem Püree stampfen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss oder einer Gewürzmischung abschmecken.

Das Rinderfilet wird eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank und der Verpackung genommen um zu akklimatisieren. Etwa 30 Minuten vor der eigentlichen Zubereitung mit etwas grobem Meersalz bestreuen. Nun das Filet bei direkter starker Hitze (oder in einer schweren Eisenpfanne) von allen Seiten anbraten / angrillen. Ist das Filet gebräunt wandert es auf dem Grill bei 110 Grad in den indirekten Bereich bis zu einer Kerntemperatur von 52 Grad. Ist gerade kein Grill zur Hand kann natürlich auch der Backofen genommen werden. Solang das Steak gar zieht den Rosmarin fein hacken und zusammen mit den Nüssen und reichlich Olivenöl kurz auf den Herd stellen um es einmal aufzukochen.

Ist das Rinderfilet gar, den Nussmix auf ein großes Brett schütten und mit etwas Pfeffer bestreuen. Anschließend das Filet darin wälzen und am Stück oder in Scheiben zusammen mit den Beilagen servieren. Fürs Auge und den Gaumen kann ein guter Schluck Kürbiskernöl über das Gericht gegeben werden.

Guten Appetit!

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