Rezept für ein Kürbisbrot

Vor einiger Zeit haben wir Euch unsere leckere >>Hokkaido Kürbissuppe mit gebratenem Hähnchen vorgestellt. Heute haben wir jedoch noch eine andere Variante Kürbis zu verarbeiten. Die Rede ist von einem leckeren Kürbisbrot. Das Besondere ist neben der unfassbar großartigen Farbe natürlich der Geschmack und die Tatsache das dieses Brot unglaublich saftig ist. Außerdem ist die Herstellung ein Kinderspiel. Wir zeigen Euch was bei dem Brot zu beachten ist und warum Ihr es unbedingt nachbacken solltet!

Kürbisbrot

Das macht Lust auf mehr! Nicht nur die Blätter werden im herbst farbenprächtig.

Warum Kürbisbrot?

Wie oben in der Einleitung schon zu lesen ist, ist ein Kürbisbrot etwas ganz besonderes. Bis vor kurzem konnten wir uns darunter auch noch nichts vorstellen. Bis zu dem Tag an dem wir in einem Restaurant orangefarbene Brote mit Wildkräuterbutter serviert bekamen. Das Brot war außen knusprig, innen super saftig, fluffig und leicht süß im Geschmack. Wir haben natürlich gleich den Kellner gefragt was wir da gerade essen und er entgegnete „das ist Kürbisbrot, unser Küchenchef ist gleichzeitig Bäckermeister und er kam auf die Idee dieses Brot zum herbst als Vorspeise zu reichen“. Selbstverständlich war der restaurantbesuch gut, jedoch blieb mir bisweilen nur dieses unglaubliche Kürbisbrot im Kopf.

Nach eins zwei Wochen habe ich also recherchiert und kurz nachdem wir unsere Kürbissuppe gekocht und fotografiert hatten, kam mir in den Sinn einen Hokkaido Kürbis zum Backen zu verwenden. Er schmeckt leicht süßlich, hat eine intensive orange Farbe und lässt sich super einfach verarbeiten. Schnell im Internet geschaut und natürlich auf einen Haufen Rezepte gestoßen. Nun war keins dabei was uns wirklich „umgehauen“ hat, jedoch konnten wir uns jetzt wenigstens schonmal etwas darunter vorstellen und wussten wohin die Reise geht. Wir wollten ein Brot kreieren welches eine leichte Kräuternote aufweist, eine tolle Farbe hat und eben dieses leicht süßliche Aroma bietet. Nach 4 Versuchen ist es uns dann auch endlich gelungen „unser“ Kürbisbrot zu finden und das Rezept teilen wir gern mit Euch!

Was ist bei einem Kürbisbrot zu beachten?

Unser Kürbisbrot besteht aus zwei Sorten Mehl. Uns war wichtig ein Brot zu schaffen welches trotz seiner süße einen „Mehrwert“ zum Weißbrot bietet. Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden Weizenmehl vom Type 1050 sowie Dinkelmehl Type 630 zu verwenden. Die Typezahl beim Weizenmehl steht übrigens dafür wie viel „Kraft“ noch im Korn steckt. Während ein Mehl vom Type 405 lange hält und dabei nahezu alle Substanzen durch die Produktion verloren hat, ist ein Mehl vom Type 1050 weniger lang haltbar, dafür deutlich nahrhafter! Das Dinkelmehl sorgt für eine „kernige“ Note im Brot um den süßen Anteil vom Kürbis nicht zu überdecken. Probiert ruhig mal diverse Mehlsorten aus wenn Ihr backt und greift nicht automatisch zum 405er Mehl.

Neben der Auswahl guter Mehlsorten benötigt Ihr etwas Zeit und eine kleine Spur Geduld. Der Teig benötigt etwas mehr wie 2 Stunden um komplett zu gehen. Während dieses Vorganges muss das Brot außerdem einmal in die Länge gezogen und gefaltet werden um eine schöne Struktur ins innere zu bekommen. Gebacken wird schlussendlich mit Ober- und Unterhitze (KEIN UMLUFT) und einer Schale Wasser die für eine schöne Kruste sorgt.

Rezept für ein Kürbisbrot

By 19. Oktober 2016

KürbisbrotDieses Brot ist nicht nur durch seine Farbe etwas ziemlich großartiges. Auch der Geschmack ist einmalig. Leichte Süße trifft auf frische Kräuter und kerniges Mehl. Dieses Brot schmeckt zu süßen Brotaufstrichen, Käse, Wurst oder zu Dips. Außerdem bleibt es sehr lange "frisch" und unglaublich saftig.

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Zubereitung

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen, den Kürbis vierteln, den Strunk herausschneiden und das Innere mit einem Löffel entfernen. Nun die Kürbisstücke mt Thymian, Zucker und Olivenöl in Alufolie verpacken. Das Päckchen auf ein Backblech geben und im Ofen 60 Minuten schmoren bios der Kürbis weich ist. Anschließend den Kürbis aus dem Päckchen nehmen und das Fruchtfleisch von der Schale lösen. Mit einnem Pürierstab oder einer Küchenmaschine das Fruchtfleisch fein pürieren.

Die Mehlsorten in eine Schüssel geben und mit den Händen eine Mulde formen. Die Hefe in der Milch auflösen und die Mischung in die Mulde gießen. Nun mit einem Löffel das Gemisch mit etwas Mehl verrühren bis ein Vorteig entstanden ist. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Vorteig 15 Minuten gehen lassen. Nun das lauwarme Kürbispürree sowie Salz und Butter dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten (geht am besten mit den Händen). Nun das Brot entweder mit den Händen zu einem runden Laib formen oder es in ein bemehltes Gärkörbchen geben. Nun das Brot abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Ihr könnt das Brot nach der Hälfte einmal "auseinanderziehen und falten" um eine schönere Struktur zu bekommen.

Nun den Backofen auf 200 Grad vorheizen (Ober- Unterhitze) und das Brot auf einem Backblech mit Backpapier  40-45 Minuten goldbraun backen. Zum Schluss das fertige Brot auf einem Gitter abkühlen lassen.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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