Rauchbier Gulasch

Craft Beer Gulasch und selbstgemachte Knödel

Selbstgemachte Knödel und ein leicht rauchiges Gulasch, im Sauerland serviert man dazu übrigens noch einen Schlag Apfelmus!

Craft Bier ist derzeit in aller Munde (haha), das man es aber nicht nur trinken, sondern auch damit kochen kann möchten wir Euch mit diesem kleinen aber feinen Rezept aus dem Dutch Oven beweisen. Klassisches Gulasch kennt bisweilen jeder, wenn man aber den Klassischen Fond mit einem schönen Rauchbier aufwertet wird gleich ein ganz anderes Gericht daraus. Der leicht bittere Geschmack vom Hopfen vereint sich mit dem rauchigen Geschmack und führt schlussendlich zu einem ganz eigenen Aroma. Zugegebenermaßen waren wir am Anfang etwas skeptisch aber wer nicht wagt der nicht gewinnt und wir sind heilfroh einfach mal „Omas Klassisches Gulasch Rezept“ bei Seite gelegt zu haben. Hier gilt natürlich wie bei fast all unseren Rezepten: wenn Ihr keinen Dutch Oven (kurz Dopf) Euer eigen nennt könnt Ihr das Rezept ganz elegant auch am heimischen Herd mit einem Schmortopf zubereiten.

Zu unserem Gulasch gibt es selbstgemachte Knödel und hier scheiden sich nun die Geister und auch wir müssen uns die Frage stellen: lohnt es sich wirklich selber Knödel zu machen? Sicherlich darf man den Aspekt des „Ich möchte wissen was in meinem Essen drin ist“ nicht außer acht lassen. Dennoch sind wir durchaus bekennende „Tütchen uff, drübba, fertich“ Typen, zumindest was die Zubereitung von Knödeln angeht. Man muss aber alles mal versucht haben und so manche schwäbische oder bayrische Hausfrau mag die Hände über dem Kopf zusammen schlagen wenn Sie „Fertig Knödel“ hört. So können wir uns ja darauf einigen das man Knödel super selber machen KANN wenn man gerade die Zeit dazu hat, wenn aber keine Zeit da ist tun es sicherlich auch die aus dem „Packerl“ oder wie seht Ihr das?

Erlaubt ist wie immer was gefällt, macht Ihr Eure Knödel nun selbst oder kauft Ihr Sie lieber, haut Ihr Rauchbier ans Gulasch oder mögt Ihr es Klassisch? Schaut Ihr öfter mal über den Tellerrand oder gibt es so Standards die es bei Euch 356 Tage in abgewandelter Form auf den Teller schaffen? Um es mal mit Farin Urlaub zu zitieren: „Es ist egal was Du bist, Hauptsache ist es macht Dich glücklich!“. Ich denke das kann man prima auf die Küche übertragen oder?

Rauchbier Gulasch mit Craft Bier

By 27. Dezember 2015

Rauch und Fleisch ist meistens eine richtig gute Idee! Das beweist auch unser Rezept für dieses wunderbare Rauchbier Gulasch! Hier bekommt Ihr den feinen malzigen und rauchigen Geschmack an Euer Fleisch ohne dafür den Räucherofen anwerfen zu müssen! Wir raten Euch dazu dieses Gericht eher im Herbst / Winter zuzubereiten. Gulasch bei 30 Grad im Schatten kann zwar ganz schön sein, stößt aber häufig nicht auf Gegenliebe (außer Ihr habt wahre Gulasch Fans unter den Gästen) ;).


Zubereitung

Zum Gulasch:

Zunächst einmal müsst Ihr die Zwiebeln in feine Würfel schneiden (wenn Sie etwas gröber werden ist dies kein Beinbruch da Sie ohnehin zusammen mit dem Fleisch geschmort werden. Die Paprika dagegen solltet Ihr in etwa gleich große Stücke schneiden, diese sollten mundgerecht und gleichmäßig ausfallen um später ein schönes Bild auf dem Teller abzugeben. Das Fleisch wird ebenso wie die Zwiebeln und die Paprika in Würfel geschnitten.

Im nächsten Schritt solltet Ihr das Fleisch in 2 Etappen anbraten da dieses unter umständen etwas Wasser verliert und Ihr das Fleisch somit nicht bratet sondern kocht. Lieber also alles in Etappen anbraten um so schöne Röstaromen am Fleisch zu erzeugen. Das Fleisch gebt Ihr danach in eine Schüssel und bratet im selben Topf die Paprika und die Zwiebeln an.

Ist alles angeschwitzt gebt Ihr Euren Rinderfond und das Rauchbier in den Topf. Bevor es dann an´s schmoren geht würzt Ihr Euer Gulasch mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver, etwas Chipotle Chili (wenn Ihr dies gerade im Haus habt, andernfalls geht selbstverständlich auch eine frische Chilischote, diese solltet Ihr in feine Ringe schneiden) und ordentlich Paprika edelsüß.

Euer Gulasch sollte nun für 1,5-2 Stunden bei geschlossenem Deckel schmoren. Im Dutch Oven achtet Ihr auf mehr Unter- als Oberhitze und im Backofen stellt Ihr eine Temperatur von 140 Grad ein.

Zu den Pilzknödeln:

Auch hier kommen wir um etwas "Schnibbelarbeit" nicht herum. Zunächst werden die getrockneten Steinpilze in ganz feine Würfel geschnitten. Die Kräutersaitlinge und die Zwiebel schneidet Ihr in nicht ganz so feine Würfel da diese ohnehin noch kurz angeschwitzt werden. Hierfür nehmt Ihr etwas Butter und gebt die Pilze zusammen mit den Zwiebeln zeitgleich in eine Pfanne. Bei schwacher Hitze bratet Ihr nun alles zusammen an bis die Pilze deutlich an Volumen verloren haben und die Zwiebeln glasig sind.

Die Brötchen schneidet Ihr in grobe Würfel und gebt diese in eine Schüssel. Anschließend kommen die Pilze zusammen mit den Zwiebeln und Eure getrockneten Steinpilze dazu und Ihr übergießt alles mit der Milch (am besten funktioniert das ganze wenn Ihr die Milch kurz in einem Topf erwärmt). Alles zusammen wird nun einmal miteinander vermengt und zur Seite gestellt. In einer separaten Schüssel verquirlt Ihr die 3 Eier mit Salz & Pfeffer oder einem BBQ Rub (Gewürzmischung) und gießt die Ei-Masse über Eure Brötchen.

Alles zusammen wird nun nochmal miteinander verknetet. Anschließend könnt Ihr aus der Masse Knödel formen, achtet darauf das die Knödel alle etwa gleich groß sind um eine gleichmäßige Garzeit zu garantieren. Selbstgemachte Knödel werden nicht "gekocht", bringt etwas Salzwasser in einem Topf zum kochen und schaltet den herd dann auf die kleinste Stufe. Dann gebt ihr die Knödel hinein und lasst diese (je nach Größe) etwa 10-15 Minuten im heißen Wasser ziehen.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!


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