Pulpo a la gallega

Pulpo a la Gallega Tintenfisch galizische Art

Einen Tintenfisch zuzubereiten ist einfacher als die meisten Menschen glauben!

Häufig leben Gerichte ja von einem schönen „Arrangement“ der einzelnen Komponenten und Zutaten oder davon das man ausgefallene Dinge bei der Zubereitung verwendet. Heute jedoch wandeln wir einmal auf den Spuren der sogenannten „Polbeiras“. Hier handelt es sich mitnichten um ein lägst verschollenes Volk von Ureinwohnern, sondern um Frauen (oder Männer) die in Galizien Tintenfische (Pulpo) zubereiten.

Genau um jene Tintenfische soll es auch heute gehen. Die traditionelle Zubereitung „Pulpo a la gallega“ lebt nämlich von einfachen Zutaten und zeigt, dass man vor der Zubereitung eines ganzen Tintenfisches keine Angst zu haben braucht. Befolgt man ein paar einfache Regeln ist der Pulpo quasi ein Selbstläufer um den man sich nicht weiter sorgen braucht.

Zunächst einmal sollte man einen frischen Tintenfisch kaufen, bei der tiefgefrorenen Variante wird nämlich zumeist standartmäßig Wasser mit eingefroren was man dann spätestens an der Kasse mitbezahlt. Als nächstes sollte man dann wissen, dass unsere oben angesprochenen „Polbeiras“ die Innereien die sich im „Kopf“ befinden entfernen (in deutschen Supermärkten wird Fisch ausgenommen verkauft, somit entfällt dieser Punkt hier…hoffentlich) und Sie das Mundwerkzeug (den sogenannten Papageienschnabel) und die Augen entfernen. Wenn Ihr nun also vernünftig seid tut Ihr es den Damen und Herren aus Galizien gleich und schnappt Euch ein scharfes Messer.

Nachdem der Pulpo so „präpariert“ worden ist gehen unsere galizischen Freunde mit einem Bündel Tintenfisch zum Strand und schlagen dieses Bündel dort einige Zeit gegen diverse Felsen um die Struktur des Fleisches zu brechen und um es somit zart und genießbar zu machen. Ihr könnt nun selbstverständlich einen kleinen Familienausflug zum Meer oder an den Hafen machen oder Euren Tintenfisch auf dem Findling in der Einfahrt zu Brei schlagen (sorgt für Gesprächsstoff in der Nachbarschaft)… ODER Ihr friert Euren Pulpo einfach 24 Stunden im Gefrierfach ein. Die Eiskristalle brechen die Strukturen im Fleisch und Ihr habt denselben Effekt, nur eben ohne fragende Blicke und ohne lästige Schweinerei. Danach taut Ihr den Pulpo langsam auf und behandelt Ihn wie im unten stehenden Rezept.

Da wäre nun also schlussendlich noch die Sache mit dem ominösen Korken beim kochen des Tintenfisches… Nun schauen wir zunächst wieder gemeinsam nach Galizien in die großen Kupferkessel unserer „Polbeiras“. Entweder die Leberwerte der dort lebenden Personen sind ob des erhöhten Konsums von Wein zur Korkenbeschaffung besorgniserregend erhöht, oder Sie lassen den viel diskutierten Korken einfach aus dem Kessel raus. Ich bin mir fast sicher das Ihr wisst das die meisten Leberwerte der Einwohner normal sind und das der Korken sicher NICHT mit beim Pulpo schwimmt…

Verfechter der Korken-Theorie müssen nun ganz stark sein: es ist vollkommen egal ob ein Korken im Topf schwimmt oder nicht. Wenn Ihr allerdings einen Grund zum Wein trinken sicht werft den Korken ruhig mit in den Topf… Am Ergebnis ändert der Korken allerdings nichts!

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