Mufflon mit geräuchertem Kartoffelstampf

Mufflon Keule

Eine knusprige Keule vom Mufflon kann man nicht nur draußen im Holzbackofen zubereiten. Selbstverständlich geht das auch auf dem Grill oder mit dem heimischen Herd.

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Geschmäckern und neuen Erfahrungen. Umso schöner war es da als ein befreundeter Jäger bei uns anrief und fragte ob wir Interesse an einem „Mufflon“ haben. Jetzt würden wir lügen wenn wir sofort zugesagt hätten weil „Mufflon“ schon ewig auf unserer Liste stand. Vielmehr stand Sebastian erstmal auf dem Schlauch „Was zu Hölle ist ein Mufflon?“ dachte er, formulierte die Frage allerdings ein wenig sachlicher. So konnte er sich dann erklären lassen das es sich beim Mufflon um ein Wildschaf handelt, welches besonders im Osten der Republik stark verbreitet ist, der Geschmack ist sehr „kernig“, erinnert jedoch nicht wirklich an Schaf wie man es vermuten könnte, sondern eben an „Wild“. Da fiel dann auch die Wahl nicht sonderlich schwer denn wenn man schon die Chance hat ein solches Wildtier zu ergattern, sollte man auch zuschlagen.

Das ganze Tier, welches aus der Decke geschlagen wurde (Innereien entfernt, Fell abgezogen), trudelte dann auch wenige Tage später bei Sebastian ein und er zerlegte es in die verschiedenen Teilstücke. Heraus kamen 2 Keulen, der Rücken, die Rippen, der Nacken, die Filets, die Flanken und die Läufe. Nun wollten wir natürlich alles was dieses Tier zu bieten hatte verwerten und Rezepte dazu liefern. Schnell war klar das wir mit den Keulen beginnen würden, nicht etwa weil es die besten Stücke sind, sondern eher weil Sie den meisten Platz in der ohnehin schon überfüllten Gefriertruhe belegen. So entschieden wir uns, die Keule in unserem Holzbackofen zuzubereiten und einen geräucherten Kartoffelstampf dazu zu reichen. Der Frühling hat zwar schon begonnen und langsam lechzen wir nach frischen Aromen, aber bei den derzeitigen Temperaturen sind wir noch weit von „mediterranen Einflüssen“ entfernt. So hielten wir uns bei diesem Rezept an „winterliche Zutaten“ und „kräftige Aromen“. Ein geräuchertes Kartoffelpüree ist nämlich nicht unbedingt „leichte Kost“ für Temperaturen jenseits der 25 Grad, sondern eher etwas für schmuddelige Tage und kalte Nächte.

Selbstverständlich lässt sich dieses Gericht auch mit einer Keule vom Schaf oder vom Lamm zubereiten. Der Kartoffelstampf passt außerdem zu allerlei kräftigem Fleisch oder auch zu einem Gulasch oder anderen Schmorgerichten. Ihr müsst nun also nicht verzweifelt nach Fleisch vom Mufflon suchen oder eine Keule vom Lamm zubereiten. Wenn Ihr Lust habt dieses Rezept einmal auszuprobieren, schnappt Euch ein kräftiges Stück Fleisch, reicht dazu unseren Kartoffelstampf und genießt! Erlaubt ist was gefällt und sollte Euch nur die Beilage zusagen dann klammert unsere Keule einfach aus. Selbstverständlich könnt Ihr die Keule auch im heimischen Backofen zubereiten, lediglich für das geräucherte Kartoffelpüree empfehlen wir Euch einen Grill (außer Ihr habt die Möglichkeit im Haus zu räuchern oder einen strapazierfähigen Partner an Eurer Seite)

Keule vom Mufflon & geräuchertes Kartoffelpüree

By 9. März 2016

Dieses Rezept eignet sich besonders für kühlere oder verregnete Tage. Ihr könnt die Mufflonkeule einfach gegen eine Keule vom Schaf oder Lamm ersetzen oder etwas ganz anderes zu unserem Kartoffelpüree reichen. Wichtig ist das Ihr Fleisch verwendet welches einen kräftigen Eigengeschmack mitbringt da die Aromen sonst von dem sehr kräftigen Püree verschluckt werden. Solltet Ihr den "Rauchgeschmack" im Püree etwas abmildern wollen, könnt Ihr nur die Karotten und Äpfel räuchern und die Kartoffeln erst später mit in den Topf zum kochen dazu geben.


Zubereitung

Zur Keule:

Die Zubereitung der Keule ist denkbar simpel. Ihr müsst die Keule zunächst von überschüssigem Fett und Sehnen befreien, anschließend schneidet Ihr die große Hauptsehne am unteren Ende der Keule ein damit sich diese nicht in der Hitze des Backofens "verzieht". Nun reibt Ihr die Keule mit etwas Öl ein und streut Euren BBQ Rub darüber (In unserem Fall "Ankerkraut BBQ" von Ankerkraut). Im Anschluss muss die Keule noch etwa 30 Minuten ruhen.

Euren Holzbackofen, Grill (indirekter Bereich) oder Backofen (Ober- und Unterhitze) heizt Ihr auf etwa 200 Grad vor und gebt dann die Keule hinein. Nach etwa 1,5 Stunden sollte die Keule durchgegart sein (Kerntemperatur 60 Grad). Nun könnt Ihr Sie in feine Tranchen schneiden und Sie servieren.

Zum geräucherten Kartoffelpüree:

Die Kartoffeln, Äpfel und die Karotten sollten geschält werden. Anschließend schneidet Ihr die Äpfel und die Kartoffeln in etwa gleich große Stücke. Die Karotten schneidet Ihr in deutlich kleinere Stücke da Sie ansonsten deutlich länger garen müssten um weich zu werden. Nun gebt Ihr eure klein geschnittenen Stücke in eine Schale und stellt Diese bei 150 Grad indirekt auf den Grill. Mit einer guten Hand Räucherchips sorgt Ihr für ein schönes Aroma. Wir empfehlen Whiskyrauch oder ein Holz mit "süßlichem" Raucharoma wie Hölzer von Obstbäumen. Solltet Ihr den Rauchgeschmack abmildern wollen empfielt es sich nur die Karotten und die Äpfel zu räcuhern. Die Kartoffeln lagert Ihr während des Räuchervorganges dann in einem Topf.

Nach dem räuchern gebt Ihr das Gemüse zusammen mit den Äpflen in einen Topf und gießt alles mit etwas Wasser an. Nun kocht Ihr Euer Gemüse so lange bis die einzelnen Komponenten weich sind. Im Anschluss gießt Ihr das Wasser ab und stampft das Gemüse zusammen mit der Butter zu einem gleichmäßigen Püree. Etwas Milch sorgt für die nötige Cremigkeit und die oben angeführten Gewürze für den nötigen Geschmack. Solltet Ihr den Geschmack von Muskat oder Liebstöckel eher etwas kräftiger mögen, könnt Ihr unsere Vorschläge selbstverständlich ignorieren und Eure eigenen Mengen verwenden.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!


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