Mufflon-Burger mit Räucherkäse

In unseren heimischen Wäldern findet man allerhand Wildtiere und häufig ist es so das wir garnicht genau wissen was wir alles für Tiere beherbergen. So in der Art ging es uns als wir das erste mal etwas vom „Mufflon“ gehört haben. Dieses Wildschaf, welches auch „Muffel“ oder „Muffelschaf“ genannt wird findet sich in großen Herden besonders im Kaukasus oder in Anatolien. In Europa und damit auch in Deutschland wurde das Mufflon vor vielen Jahren ausgewildert und verbreitet sich seither auch in unseren Breiten. Wir sind grundsätzlich große Fans von heimischem Wild und finden das man den Blick für lokale Produkte schärfen sollte. Gerade hier im Sauerland findet man unzählige Jäger die Ihr Wildfleisch kostengünstig anbieten oder Jemanden der Jemanden kennt der dies tut. Hier kann man zweifelsfrei nachverfolgen woher das Fleisch kommt und kann sicher sein das es bis zu seinem Ableben ein schönes Dasein außerhalb von dunklen Ställen und weit weg von Massentierhaltung geführt hat.

Burgerpattie

Ein Burgerpattie kann direkt auf dem Rost gegart werden. Die wichtigste Regel dabei lautet: das Hackfleisch kneten, kneten und kneten bis eine „homogene“ Masse entstanden ist!

Auf die Idee einen Burger aus dem Fleisch des Mufflon zu machen sind wir recht schnell gekommen. Das Fleisch eignet sich einfach dafür und da wir gern herumexperimentieren war ein Burger natürlich „erste Wahl“. Burger sind außerdem nicht einfach als „Fingerfood“ Objekte zu betrachten sondern als vollwertige Mahlzeit. Ein Burger besteht zumeist aus einer oder mehreren Beilagen (etwa Salat oder Pilze, Zwiebeln oder Paprika), Fleisch, einer guten Soße und eben dem Brötchen. So hat man zahlreiche Aromen mit einem Bissen und kann sich ideal an ungewohnte Zutaten heran tasten. Da wir bisher kein Mufflon zubereitet hatten und auch nur das wussten was sich im Internet fand stand schnell fest das wir mit einem Burger starten würden. Man kann hier einfach durch die Menge der einzelnen Zutaten variieren und das Fleisch einschätzen ohne das man ein „einzelnes Menü“ herum stricken muss. Aus eben diesem Grunde ist unser Burger auch eher puristisch gehalten und glänzt nicht gerade durch zahllose Zutaten.

Für unseren Burger haben wir den Nacken eines Wildschafes durchgewolft und mit ein paar Gewürzen und einem Klecks Preiselbeeren versehen. Eine Knoblauch Mayonnaise mit etwas Schärfe sorgte im Untergrund für den gewissen „Kick“. Dazu gesellte sich ein wenig Salat, das Pattie und Räucherkäse, getoppt wurde das ganze mit süßen Muscovado Zwiebeln. Der Geschmack von einem solchen Tier ist nicht ganz einfach zu Beschreiben aber man schmeckt deutlich einen gewissen „Wildcharakter“ heraus. Es eignet sich besondern um es mit anderen Aromen zu kombinieren, so geht der Geschmack selbst mit einem kräftigen Käse, vielen Gewürzen oder einer Kruste aus Kräutern nicht unter. Ihr seht an den Zutaten schon das wir nicht mit Aromen gegeizt haben, kräftiger Käse, Zwiebeln und Knoblauch sind nicht unbedingt dafür bekannt das man Sie nur „leicht“ herausschmeckt.  Dennoch ging der Geschmack des Fleisches nicht unter sondern harmonierte mit den übrigen Geschmäckern. Jeder der schon einmal Schaf oder Lamm gegessen hat weis das man dieses Fleisch ruhig kräftig würzen kann (gerade bei Lamm Koteletts wird viel mit Limette oder gar Minze gearbeitet) und der Geschmack trotzdem nicht überdeckt wird.

Mufflon Burger

By 10. April 2016

Dieses Rezept eignet sich nicht nur für das Wildfleisch vom "Mufflon" sondern kann selbstverständlich auch mit dem Fleisch vom Schaf oder Lamm nachgekocht werden. Ihr werdet merken das die Preiselbeeren und der Räucherkäse ideal miteinander harmonieren. Das sorgt schon beim ersten Bissen für ein "Geschmacksfeuerwerk" im Mund!


Zubereitung

Zum Burgerpattie:

Das Hackfleisch wird in eine Schüssel gegeben und kurz angeknetet. Nun gebt Ihr die Gewürze und die Preiselbeeren dazu und knetet das Hackfleisch so lange, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. Nun kann das Hackfleisch zu einem Burgerpattie gepresst werden (Hier eignet sich entweder eine gute Burgerpresse oder das Formen mit der Hand). Im Anschluss kann das Burgerpattie auf dem direkten Bereich Eures Grills (der Bereich in dem die Kohle direkt unter dem Rost liegt) oder in der Pfanne gebraten werden. Nachdem die erste Seite des Patties ordentlich angegrillt wurde könnt Ihr es mit einem Wender drehen und den Käse darüber geben. Nun schließt Ihr den Deckel Eures Grills (oder gebt einen Deckel auf die Pfanne) und lasst den Käse etwas schmelzen.

Zu den Zwiebeln:

Die Zwiebeln müssen von Ihrer Schale befreit und anschließend in Ringe geschnitten werden. Nun bestreut Ihr Sie etwas mit Muscovado (oder braunem) Zucker und lasst Sie in einer Pfanne karamellisieren. Die Zwiebeln schmecken warm oder kalt als Topping für Euren Burger, man kann Sie aber auch prima zu Fleisch aller Art reichen oder zum Beispiel einen Rollbraten damit füllen.

Zum Burger:

Das Burgerbrötchen wird in der Mitte durchgeschnitten und etwas angeröstet. Anschließend gebt Ihr die Knoblauch-Mayonnaise darüber und bestreut diese mit etwas klein geschnittener Chili. Nun gesellt sich der Feldsalat und das Pattie mit dem Käse dazu. Zu guter letzt gebt Ihr noch ein paar Eurer Muscovadozwiebeln darüber und setzt den Deckel Eures Burgers auf.

Das Rezept für unsere super fluffigen Burger-Buns findet Ihr übrigens Hier: BBCrew Sandwich Baguette


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