Leberkässemmel

Wenn ich an Bayern denke dann fallen mir spontan einige Dinge ein die ich nur mit Bayern assoziiere. Da hätten wir das Bier welches aus großen Maßkrügen getrunken wird. Weißwurst die man nicht schneidet sondern „zuzelt“ und Leberkässemmel (Lebakassemme). Außerdem erinnert mich Bayern an Biergärten, Traditionen, süßen Senf und vor allem eine ziemlich eigene Sprache. Viele Amerikaner (und auch Chinesen) glauben das wir in Deutschland alle in Lederhosen Weißwurst zuzeln und dabei eine Maß nach der anderen weg kippen. Das ist natürlich nicht der Fall aber man muss schon sagen das die Menschen in Bayern schon ein ganz besonderer Menschenschlag sind. Grund genug für uns, uns einmal mit einer typischen Biergartenspeise auseinander zu setzen: der Leberkässemmel!

Leberkäse

Nicht nur in Biergärten heimisch: Leberkäse schmeckt auch Daheim sehr gut!

Was man über die Leberkässemmel wissen muss!

Was für Menschen aus dem Ruhrpott die schnelle Currywurst mit Pommes Schranke, ist für viele Bayern Ihre Leberkässemmel. Sie ist schnell gemacht, kann warm oder kalt gegessen werden und schmeckt nicht nur im Biergarten. Der Name Leberkäse ist übrigens aus heutiger Sicht leicht irreführend. Früher wurde dem Brät Leber zugefügt und der Name „Leberkäse“ verwendet weil er die typisch „kastige“ Form aufwies, in Scheiben geschnitten hatte man so die Brücke zu Käsescheiben. Heute kennt man den Leberkäse auch als Fleischkäse da meist auf Leber verzichtet wird.

Da in Deutschland ja so ziemlich alles geregelt ist, darf sich ein „Leberkäse“ auch nur „Leberkäse“ nennen, wenn in ihm mindestens fünf Prozent Leber enthalten sind. Diese Regelung gilt übrigens (absurderweise) nicht für Bayern und nicht für die Bezeichnung „Bayrischer Leberkäse“. Aus diesem Grund findet Ihr zumeist beim Metzger Eures Vertrauens die Bezeichnung „Fleischkäse“ oder „Leberkäse nach bayrischer Art“. Das ist nicht nur total verwirrend, sondern tatsächlich in der deutschen Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung geregelt. Da soll doch noch jemand sagen das durch Paragraphen alles in Deutschland „vereinfacht“ wird.

Was Ihr aus Eurem Leberkäse alles machen könnt!

Wir zeigen Euch mit diesem Rezept wie Ihr rohes Brät verfeinern könnt und haben Paprika, Ziegenkäse und Grillwurst hinzu gegeben. Selbstverständlich könnt Ihr auch andere Zutaten wie etwa eingelegte Jalapenos, Gouda, geriebenen Cheddar oder getrocknete Tomaten zu Eurem Brät geben. Hier sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt und erlaubt ist was gefällt! Ihr könnt Leberkäse kalt auf einem Brot servieren, ihn panieren oder ein „falsches Cordon bleu“ daraus machen. Außerdem lässt er sich in dicken Scheiben grillen und mit einem Spiegelei und Bratkartoffeln servieren. Der Vorteil liegt also darin das Ihr gleich für mehrere Tage im Voraus kochen könnt und die Reste problemlos weiter verarbeitet werden können. Vielleicht habt Ihr ja auch einen „Geheimtipp“ für uns?

Wie kann ich Leberkäse zubereiten und welche Formen eignen sich?

Grundsätzlich eignen sich Eckige Kastenformen am besten! Die „typische“ Leberkäse-Form ist nun mal nicht rund. Dennoch könnt Ihr neben viereckigen Formen (zum Beispiel von Petromax) auch viereckige Aluminiumschalen oder Auflaufformen verwenden. Grundsätzlich könnt Ihr Brät im indirekten Bereich Eures Grills (also der Bereich wo keine Kohle liegt / die Gasflamme aus ist), im Holzbackofen oder im heimischen Backofen in der Küche backen. Solltet Ihr keinen großen Wert auf „Traditionen“ legen schmeckt der Leberkäse aber auch hervorragend aus dem Dutch Oven! Auf der „Deutschen Meisterschaft“ bot uns Oliver Sievers von den BBQ Wieseln seine persönliche „Interpretation“ aus einem Dutch Oven an und verfeinerte das Brät mit eingelegten Jalapenos und Käse. Man mag es kaum glauben aber kulinarisch gehörte dieses einfache Gericht sicherlich zu unseren „Highlights“ auf diesem Event. Achtet darauf das der Leberkäse bei der Zubereitung im Dutch Oven eine gleichmäßige Hitze bekommt. Legt idealerweise zu Anfang lieber etwas weniger Briketts unter und auf den Dopf und erhöht später die Anzahl um das Brät zu bräunen.

Rezept für eine Leberkässemmel

By 10. Juli 2016

Das Rezept für Eure persönliche Leberkässemmel kann Euch niemand geben. Wir haben hier allerdings das Brät verfeinert und möchten Euch einen Anreiz und passende Ideen an die Hand geben um uns dies gleich zu tun. Leberkäse Brät bekommt Ihr übrigens auf Vorbestellung bei den meisten Metzgern. Solltet Ihr noch das passende Rezept für Eure Brötchen suchen können wir Euch unseres empfehlen. Das Rezept dazu findet Ihr HIER.





Zubereitung

Zum Leberkäse:

Das Brät in eine große Schüssel geben und die fein geschnittene Paprika und den Ziegenkäse hinzu fügen. Die Würste von Ihrer Pelle befreien und anschließend fein gewürfelt zum Brät geben. Nun alles ordentlich durchkneten bis die einzelnen Zutaten gut miteinander vermengt sind. Die Masse in eine Kastenform geben und alles bei 150-180 Grad (Ober Unterhitze) etwa 90 Minuten backen. Sollte Euer Leberkäse noch nicht ganz durch sein (erkennt Ihr an grauen Stellen) stellt Ihn einfach nochmals in den Backofen.

Zum Krautsalat:

Den Spitzkohl in feine Streifen schneiden (wahlweise auch hobeln) und in eine Schüssel geben. Nun einen guten Schluck Essig und etwas Olivenöl hinzu geben und alles einmal vermengen. Nun den Zucker, das Salz und den Pfeffer zufügen und alles ordentlich miteinander vermengen. Der Kohl verliert durch das Salz und den Zucker seine Feuchtigkeit und wird weich. Am besten schmeckt der Krautsalat wenn er über Nacht durchgezogen ist. Am nächsten tag (oder kurz vor dem servieren) noch mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker abschmecken.

Zur Leberkässemmel:

Ein Brötchen in er Mitte teilen und die Unterseite mit etwas Senf bestreichen. Nun den frisch gebackenen Leberkäse in Scheiben darauf geben und alles mit Krautsalat bedecken.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!





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