Echter Grill oder Wasserkocher – wir testen den Weber Pulse Elektrogrill

Schon seit der Spoga 2017 wissen wir, dass Weber Stephen ein neues Top Modell im Bereich Elektro auf den Markt bringen wollte. Die Freude über dieses Produkt, welches den Grillmarkt etwas aufmischen soll, war zu diesem Zeitpunkt eher begrenzt. Unser erster Ausspruch war etwas wie “Ernsthaft? Ein Elektrogrill? Was soll das?”. Nach einiger Überlegung stellten wir aber schnell fest, dass nicht unbedingt wir als Zielgruppe für dieses Produkt gedacht sind. Viel mehr geht es um Menschen in Städten leben und weder auf >>Holzkohlegrills , noch auf >>Gasgrills grillen dürfen. Auch gibt es Menschen die einfach Angst vor Gas haben, oder keine Lust haben Kohlesäcke zu schleppen. Wenn du dich darin wieder findest oder du generell mehr über den Weber Pulse erfahren willst, dann wird dir dieser Artikel sicher weiter helfen. Wir haben den Weber Pulse Smartgrill auf herz und nieren geprüft.

Für wen ist der Weber Pulse konzipiert?
Weber Pulse

Ob all die Versprechen zum Weber Pulse wirklich stimmen, oder ob es sich “nur” um einen Wasserkocher handelt, erfährst du hier bei uns!

Wie oben schon “angedeutet” finden sich in den Ballungsgebieten der Welt immer mehr Menschen. Wenn man aber unbeschwert auf dem Balkon grillen möchte, wird man von Hausordnungen und Paragraphen zum Grillen erschlagen. Man weist darauf hin, dass andere Mieter nicht durch Rauch und Qualm “belästigt” werden dürfen. Man verbietet Gasgrills auf dem Balkon und möchte aufgrund der potentiellen Brandgefahr das auf Holzkohle verzichtet wird. So stellen wir schnell fest, dass das Grillen stark eingeschränkt, oder schlicht nicht möglich ist. Nun könnte man auf “Kontaktgrills” ausweichen. Das “richtige” Feeling, welches man beim Grillen aber hat, fällt leider aus. Daneben gibt es viele Menschen die Angst vor Gasgeräten haben oder die keine Lust haben >>Holzkohle oder Briketts zu schleppen. Wenn diesen Menschen durch einen wirklichen Grill (der mehr schafft als das Wasser unter der Auffangschale zum Kochen zu bringen) geholfen wird, hat der Weber Pulse eindeutig ein großes Problem gelöst.

Wie ist der Weber Pulse verarbeitet?

Wie von Weber üblich, können wir uns auch beim Pulse auf eine ordentliche Verarbeitung verlassen. Besonders positiv fällt hier auf, dass der Pulse einen wirklich guten “Stand” bekommen hat. Entscheidet man sich für ein Modell mit Stand oder Rollwagen, braucht man keine Angst davor zu haben das der Grill nicht ordentlich steht. Erst bei größerem Druck gerät der Grill etwas ins “Schaukeln”, ein versehentliches Umwerfen ist allerdings ausgeschlossen. Das Bedienteil ist schlicht gehalten und für jeden auch ohne ein größeres Studium zu bedienen. Die Drehknöpfe lassen sich Stufenlos verstellen und gut ablesen. Eine Skala zeigt an, auf welcher Stufe der Grill gerade betrieben wird. Positiv außerdem: das gut ablesbare Thermometer (welches die Temperatur direkt am Rost misst), der isolierte Deckel und der feste Seitentisch, der bei Bedarf auch abgenommen und senkrecht montiert werden kann um Platz zu sparen. Der Weber Pulse lässt sich durch die ausreichend großen Rollen gut verschieben und das Kabel ist lang genug um nicht ewig mit einem Verlängerungskabel hantieren zu müssen. Generell haben die Ingeneure beim praktischen Design hier einen guten Job gemacht. Auch vom “Style” her muss sich der Pulse nicht verstecken, hier trifft eben modernes Design auf praktische Elemente.

Das Besondere aber sind sicherlich die Heizspiralen. Während bisher alle Elektrogrills bei Erreichen der Zieltemperatur die Heizzspiralen automatisch ausschalteten, ist dieser Grill anders getaktet. Der Weber Pulse macht hier seinem Namen alle Ehre und schickt “Impulse” durch die Heizspiralen. So heizt der Grill bei geöffnetem Deckel dauerhaft und lässt die Heizspiralen Glühen. Bei geschlossenem Deckel hält der Grill durch die Impulse dauerhaft die eingestellte Temperatur am Rost und sorgt für ein perfektes Grillergebnis. Man muss also keine Angst mehr haben den Deckel beim Grillen zu öffnen um nach dem Fleisch zu schauen. Somit löst dieser Grill das allgemeine Problem, welches mit Elektrogrills und dem daraus resultierendem schlechten Ruf einhergeht.

Weber Pulse – vom Elektrogrill zum Smartgrill!

Warum spricht Weber immer von einem “Smartgrill” wenn es doch im Grunde um einen Elektrogrill geht? Diese Frage beschäftigte uns schon seit dem ersten Werbespot! Dafür muss man sich erstmal mit dem Begriff “Smart” auseinandersetzen. Spätestens seit Beginn der “Smartphone, Smarthome oder Smartshopping” Bewegung, merken wir dass es immer mehr in Richtung “Clevere Geräte” geht. Genau das greift Weber mit dem Pulse 1000 bzw. Pulse 2000 auf. Der Grill verfügt über ein eingebautes “Smartes” Grillthermometer in Form eines Igrill´s. Über dieses Thermometer lässt sich nicht nur die Temperatur im Grill, sondern auch die Temperatur im Fleisch überwachen. Praktischerweise über eine App, die für Geräte von Apple, oder auch für Android-basierte Geräte geeignet ist. Wer weiß was in Zukunft über diese App möglich sein wird. Vielleicht steuert man zukünftig direkt seine Grilltemperatur über die App, oder kann Rindersteaks automatisch bei 57 Grad warm halten. Der Grundstein dafür ist mit dem Weber Pulse jedenfalls gelegt.

Der Weber Pulse in der Praxis…
Weber Pulse

Das Grillmuster, welches der Smartgrill auf unser Steak gezaubert hat spricht für sich! Wer erkennt da noch einen Unterschied zu Holzkohle oder Gas?

Nach all den Technischen Daten mussten wir uns natürlich in der Praxis davon überzeugen, ob sich der Weber Pulse wirklich “Grill” nennen darf, oder ob es wieder nur ein “Wasserkocher” ist. Für diesen Test haben wir uns ein ordentliches Steak beim Metzger unseres Vertrauens besorgt (>>Der-Ludwig.de). Das Steak hatte eine stattliche Dicke und wurde vor dem Test lediglich gesalzen. Wir hatten mit dem Weber Pulse2000 die größere Variante mit zwei Heizspiralen am Start. Nach Betätigung beider Regler benötigte der Grill bei Außentemperaturen von um die 0 Grad in einer nicht windgeschützten Ecke 20 Minuten um 315 Grad (Maximaltemperatur) zu erreichen. Wir legten unser Steak direkt auf den Rost und waren vom Zischen überrascht. Nach 90 Sekunden drehten wir das Steak um 90 Grad um ein schönes Grillmuster zu bekommen. Diesen Vorgang wiederholten wir auf der anderen Seite des Steaks. Die Krsute sprach wirklich für sich! Hätte man uns das Steak bei einer “Blindverkostung” vorgesetzt, hätten wir beim Grillmuster keinen Unterschied zu einem Gasgrill bzw. Holzkohlegrill festgestellt. Nun wurde das Steak in den indirekten Bereich gelegt. Hierfür stellten wir den linken Regler auf “Stufe 1” was etwa 90 Grad unter dem Rost bedeutet. Durch das direkt eingebaute Thermometer konnten wir die Temperatur im Fleisch überwachen und landeten nach weiteren 30 Minuten bei unserer gewünschten Kerntemperatur von 54 Grad.

Das Fleisch wies beim Anschnitt einen leichten grauen Rand auf. Dieser Rand entsteht durch die etwas längere Garzeit direkt über der Hitzequelle. Das Innere des Steaks war jedoch wie von uns gewünscht zart Rosa und vor allem super saftig. Der Test mit einem wirklich amtlichen Steak wurde also vom Weber Pulse mit Bravour gemeistert. Auch den Einsatz von einem Drehspieß oder einer schweren Plancha konnten wir am Tag unseres Tests beobachten. Hier stellten wir ebenfalls fest das sich der Grill nicht vor Holzkohle- oder Gasgrills verstecken muss. Wir können nach unserem Praxistest tatsächlich erstaunt feststellen, dass sie der Pulse “Grill” nennen darf.

Ausführungen & Preise des Weber Pulse:

Es gibt den Smartgrill aus dem Hause Weber in 4 unterschiedlichen Varianten zu 4 unterschiedlichen Preisen bei Pulse Händlern in Deutschland:

  • Weber Pulse1000 (1800 Watt) 699 EUR
  • Weber Pulse2000 (2200 Watt) 849 EUR
  • Weber Pulse1000 mit Stand 849 EUR
  • Weber Pulse2000 mit Rollwagen 999 EUR

Nicht gerade ein Schnäppchen, im Vergleich zu einem anständigen Gasgrill, welcher ohne ein eingebautes Thermometer geliefert wird aber im Verhältnis wieder in Ordnung. Für den Preis erhält man ein Qualitätsprodukt mit bis zu 5 Jahren Garantie (ausgenommen Verschleißteile bzw. gewöhnliche Abnutzung).

Zubehör für den Weber Pulse Smartgrill:
  • Drehspieß: 199,99 EUR
  • Grillplatte: 59,99 EUR
  • Grillstein: 39,99 EUR
  • Premium-Abdeckhaube (Pulse 1000 mit Stand): 69,99 EUR
  • Premium-Abdeckhaube (1000/2000 mit Rollwagen): 79,99 EUR
  • Premium-Abdeckhaube (Pulse 1000): 29,99 EUR
  • Premium-Abdeckhaube (Pulse 2000): 34,99 EUR

Der Drehspieß passt auf beide Geräte und wird mittels einer Schraubverbindung auf den jeweiligen Grill eingestellt. Die Grillplatte können wir nach deren Benutzung, Handlichkeit und Gewicht nur jedem ans Herz legen, wenn er mit dem Smartgrill von Weber liebäugelt. Mit einem Preis von knapp 60 Euro erhaltet ihr hier ein wirklich großartiges Zubehörteil, welches im Zusammenspiel mit dem Pulse absolut Sinn macht!

Fazit der Sauerländer BBCrew:

Der Weber Pulse ist vermutlich der beste Grill im Bereich Elektro auf dem Markt. Um nähere Angaben zur Haltbarkeit zu machen müssten wir den Pulse natürlich im Langzeittest beobachten. Rein von der verarbeitung und natürlich von den gegrillten Ergebnissen hat uns der Smartgrill aber absolut überzeugt. Wer auf der Suche nach einer echten Alternative zu Holzkohle- oder gasgrills ist, der sollte sich wirklich ausgiebig mit dem Weber Pulse beschäftigen und ihn mal in der Praxis beobachten. Dafür empfehlen wir einen Fachhändler in der näheren Umgebung aufzusuchen um sich dort beraten und/ oder begrillen zu lassen. Wir sind gespannt wie sich der Pulse in der weiteren Praxis schlägt und werden natürlich bei eventuellen Beanstandungen oder Änderungen umgehend eine Nachlese für Euch bereitstellen.

|Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung von Weber Stephen Deutschland & der-Ludwig.de erstellt|