Der Weber Summit Charcoal – erste Eindrücke

Am Wochenende waren wir in Gründau – Lieblos im „Weber Original Store & Weber Grill Academy“ um uns den neuen Weber Summit Charcoal Grill einmal aus der Nähe anzusehen und… um mit ihm zu Spielen! Heute soll es allerdings erstmal um den ersten Eindruck gehen und darum was das neue „Holzkohle Flaggschiff“ von Weber auf den ersten Blick erkennen lässt. Wie sich das Gerät im Einsatz schlägt werden wir Euch dann in Kürze separat hier auf dem Blog präsentieren.

Lange haben wir uns bedeckt gehalten wenn es um das Thema „Summit Charcoal“ ging und das hatte auch einen simplen Grund: Wir wollten das Gerät erst real sehen und anfassen bevor wir eine Meinung abgeben wollten. Ein paar Pressemitteilungen und ein Video aus den USA reichen uns nicht aus um etwas in derartiger Preisklasse (1999 Euro UVP) wirklich zu bewerten. Umso glücklicher waren wir als uns Aron Gutfleisch (Leiter der Grill Academy in Gründau-Lieblos), fragte ob wir dem neuen Summit Charcoal nicht zusammen mit ihm auf den Rost fühlen möchten. Gesagt getan, zwei Wochen später standen wir im Laden und vor diesem Koloss von Grill…

Der Erste Eindruck des Weber Summit Charcoal Grills
Der Weber Summit Charcoal in seiner ganzen Größe. Ein wirklicker Koloss unter den Holzkohlegrills!

Der Weber Summit Charcoal in seiner ganzen Größe. Ein wirklicker Koloss unter den Holzkohlegrills!

Gleich zu Anfang stellt man mit erstaunen fest das die Pressemitteilungen und kurzen Videos keinesfalls ausreichen um diesen Grill einschätzen zu können. Er ist ein Koloss und viel größer als man es von den Bildern vermuten könnte. Dieser „Riese“ unter den Holzkohlegrills könnte fast als Doppelwandiger Kugelgrill Koloss in die Geschichte eingehen und wird vermutlich neue Maßstäbe im Bereich „Kugelgrill“ setzen. Mit seinen 61 Zentimetern Rostdurchmesser bekommt man hier spielend eine Großfamilie satt und wem dieser Platz nicht ausreicht, der findet zukünftig noch optionales Zubehör wie einen Ribhalter oder eine zweite Rostebene um den Platz noch optimaler nutzen zu können.

Der Deckel liegt beim aufklappen des Grills durch den vorderen Griff satt in der Hand und lässt sich durch die anmontierte Federung im hinteren Bereich leicht öffnen. An der Seite finden wir noch eine kleine Halterung für Grillbesteck oder sonstiges Zubehör. Im unteren Bereich (wie von Weber gewohnt) finden wir eine Ablage aus Draht auf der man andere Kleinigkeiten unterbringen bzw. aufbewahren kann. Die Rollen des Weber Summit Charcoal wirken sehr robust, an der Vorderseite haben wir eine große Rolle welche durch eine Bremse verriegelt werden kann. Auf der Rückseite finden wir zwei große Räder aus Plastik welche dem des Weber Mastertouch ähnlich sehen. Das Gestell des Grills macht einen wertigen Eindruck, hier wurden große stabile Rohre verbaut die im unteren Bereich nochmals mit einer Metallstrebe verbunden sind.

Wie bei den größeren Weber Holzkohlegrills üblich landet die Asche im unteren Bereich in einem Aschetopf. Dieser ermöglicht das mühelose Reinigen des Grills ohne die Terrasse im Aschenebel ersticken zu lassen. Schaut man sich den unteren Lüftungsschieber an fällt einem auf das sich hier einiges getan hat. Wir sehen hier verschiedene „Markierungen“ die einem helfen sollen die richtige Einstellung zu finden. Wir finden eine Markierung für „zu“ eine Markierung für „auf“ sowie eine Merkierung für „Smoke“. Schaut man ins Innere des Summit Charcoal sehen wir das sich auch dort etwas an der Lüftung geändert hat. Beim Master Touch verdecken die Flügel auf der gesamten Breite die unteren Öffnungen des Grills. Hier sehen die Lüftungslöcher eher aus wie große „P´s“. Stellt man den Lüftungsschieber auf „smoke“ verschwindet fast die komplette Lüftungsöffnung, lediglich 3 kleinere Öffnungen bleiben zurück, diese sollen dafür sorgen die Temperatur beim räuchern im niedrigen Bereich zu halten. Der obere Lüftungsschieber lässt sich entweder komplett aufklappen um einen größeren Kamineffekt zu erzielen, oder mittels eines Drehrades fein justieren.

Abschließend bleibt ein riesiges gut ablesbares, hervorgehobenes Thermometer welches am oberen Deckel hervor sticht. Grundsätzlich ist es so das der Summit Charcoal einen wertigen und guten Eindruck macht. Wenden wir uns nun dem Innenleben und der Gaszündung zu.

Die inneren Werte des Weber Summit Charcoal Grills

Wie oben bereits angesprochen verfügt der Grill über einen Rostdurchmesser von stattlichen 61 Zentimetern. Der Rost verfügt desweiteren über das Weber typische GBS Loch in der Mitte und lässt sich an beiden Seiten aufklappen um Kohle oder Briketts nachzulegen. Auch hier wurde nicht am Material gespart, wie selbstverständlich verfügt der Charcoal über einen Grillrost aus Edelstahl.

Eine weitere Besonderheit ist sicherlich das Kohlerost und die „Deflektorplatte“. Das Kohlerost kann in zwei unterschiedlichen Höhen „installiert“ werden. Das Kohlerost findet zum einen Platz im unteren Bereich des Grills um ihn für Long Jobs oder das konstante indirekte Grillen zu nutzen. Zum anderen lässt sich der Grillrost auch „erhöht“ im Grill anbringen um bei dem direkten grillen über der Glut näher an den Kohlen zu sein. Hierdurch erreicht man höhere Temperaturen direkt unter dem Gargut und sorgt für eine schöne Kruste und ideale Röstaromen.

Um den Grill ideal „indirekt“ nutzen zu können verfügt er ferner über eine doppelwandige Deflektorplatte aus Edelstahl. Diese wird bei unten eingebautem Kohlerost in der Mitte des Grills unter dem Grillrost plaziert und schirmt die kompletten 61 Zentimeter Rostdurchmesser von der Kohle ab. Auch die Deflektorplatte verfügt über 2 Klappen über die bei Bedarf weitere Kohle bzw. Briketts zugeführt werden können, selbst bei geöffneten „Seitenklappen“ findet in der Mitte noch eine Wasserschale platz um den Grill vor herunter tropfendem Fett zu schützen.

Gaszündung bei einem Holzkohlegrill
Summit Charcoal Gas

Eine Gaszündung bei Holzkohle kennt man schon vom „Weber Performer Deluxe“. Klar das sie hier mit an Bord sein muss!

Eine Gaszündung bei einem Holzkohlegrill kennt man schon vom „Weber Performer Deluxe“. Sicherlich handelt es sich hierbei um eine nützliche Spielerei und ist kein unbedingtes MUSS im dem Bereich. Dennoch spart man sich das hantieren mit dem Anzündkamin und kann innerhalb kürzester Zeit mit dem Grillen beginnen. Die Gaszündung wird durch einen separaten Knopf an der Seite gesteuert, die Gaskartusche findet Ihren Platz in einem separaten „Edelstahlkasten“ an der Seite des Grills. Dieser kann an der Seite geöffnet werden um die Gaskartusche zu tauschen oder um sie bei längerer nicht Benutzung zu demontieren. Grundsätzlich ist und bleibt es eine schöne Spielerei, ähnlich wie beim Auto und einem Tempomat verhält es sich vermutlich bei der Gaszündung: geil wenn man Sie hat, aber vermutlich zu verschmerzen wenn sie nicht mit „an Bord“ ist.

Nachteile und Schwächen

Wir haben wirklich lange gesucht um Schwächen zu finden und haben auch auf den ersten Blick keine wirkliche Schwäche am Grill finden können. Als wir dann den Deckel öffneten und es plötzlich laut „klirrte“ fiel uns dann doch ein kleinerer Makel auf. Das Deckelventil ist so montiert das es bei voller Öffnung beim Schließen des Deckels deutlich hörbar wieder in seine Ausgangsposition fällt. Hier hätte der zuständige Ingenieur selber auf die Idee kommen können diesen Fehler zu beheben in dem das Deckelventil einfach um 180 Grad verdreht eingebaut werden könnte. Dennoch ist dieser Makel höchstens als „unglücklich“ zu bezeichnen; die Funktion ist keineswegs beeinträchtigt.

Fazit

Für zugegebenermaßen sehr sportliche 1999 Euro erhält man hier auf den ersten Blick einen echten Holzkohle-Koloss! Er hat alles mit an Bord was wichtig ist und lässt wirklich keine Wünsche an Ausstattung offen. Gerade das System mit den zwei verstellbaren Rostebenen gefällt uns wirklich gut. Die Verarbeitung des Grills ist mehr als ordentlich und lässt auf den ersten Blick keine Gründe zu einer wirklichen Beanstandung zu. Die Deflektorplatte ist durchdacht, durch den „Klappmechanismus“ können spielend während des laufenden Betriebs Kohlen oder Briketts nachgelegt werden und auch eine Wasserschale findet im mittleren Bereich locker ihren Platz. Platz ist ein sehr gutes Stichwort denn mit den riesigen 61 Zentimetern Rostdurchmesser lässt sich locker eine Großfamilie oder eine Partygesellschaft begrillen und wem dieser Platz nicht ausreicht, der kann später die Grillfläche durch ein Zusatzrost erweitern. Durch die doppelwandige Außenhülle hält der Grill vermutlich deutlich besser die Temperaturen als ein Kugelgrill, das allerdings bei weniger Kohle bzw. Brikettverbrauch. Den leichten „Patzer“ mit dem Deckelventil kann man verschmerzen, jedoch sollte Weber hier nochmal nachbessern und es einfach „verdreht“ um 180 Grad montieren. So verhindert man ein Umschlagen des Ventils sobald der Deckel geöffnet wird.

Auch klar sollte sein, der Summit Charcoal ist sicherlich kein Grill für „Jedermann“ und wird garantiert niemals den klassischen „Kugelgrill“ ablösen. Der Summit Charcoal ist ein Grill für ambitionierte Griller die einfach „mehr“möchten oder sich in der Welt von Weber gut aufgehoben fühlen. Der Preis von 1999 Euro ist eine wirkliche Hausnummer. Dafür baut Euch der Händler den Grill allerdings auch kostenlos auf, liefert ihn an und gibt Euch eine kleine Einweisung. Ferner gibt es einen Gutschein für einen „Summit Charcoal Kurs“ in einer Weber Grill Academy um den Grill im nachhinein wirklich optimal nutzen zu können. Man erhält also mit dem Kauf ein „rundum sorglos Paket“ und stärkt durch die gebotenen Leistungen den stationären Handel. Nur Händler mit Schulung (vorerst nur Weber World, Experience und Original Store´s) dürfen diesen Grill verkaufen, anliefern und aufbauen. Diese Leistungen bietet einem kein Versandhändler, außer er kann garantieren das der Grill zum Beispiel von Bad Hersfeld nach Hamburg geliefert wird um ihn dort zu montieren.

 

Ein Riese ist erwacht!Der Weber Summit Charcoal in seiner ganzen Größe. Ein wirklicker Koloss unter den Holzkohlegrills!Natürlich finden wir eine Gaszündung wie beim "Weber Performer Deluxe" auch beim Summit Charcoal!Die Lüfterregelung beim Summit Charcoal wurde überarbeitet und vereinfacht.Auch für die Aufbewahrung von Besteck wurde gesorgt.Die obere Lüftungsschieber hat sich geändert. Er lässt sich um 380 Grad drehen oder komplett aufklappen.Das Thermometer des neuen Weber Summit Charcoal lässt seöbst einen fast Blinden alles erkennen...

3 Responses to Der Weber Summit Charcoal – erste Eindrücke

  1. Sascha

    Ich finde es schade, dass noch kein Blogger in BRD über das Extraloch für eine Lüftersteuerung berichtet hat. Gibt es das in Deutschland nicht oder hat es noch keiner von Euch entdeckt?

    • Sauerlaender BBCrew

      Hi Sascha

      Im Text haben wir das „extra Loch“ angesprochen. Die Lüftungslöcher unten sehen aus wie ein „P“ in der Einstellung „smoke“ bleibt so nur das vordere Teil dieses „P’s“ auf. Das ist ja quasi das „extra Loch“.

      Beste Grüße

  2. Mario

    Hallo Sebastian,
    hallo Tim,

    da habt ihr aber eine wirklich nette Präsentation des neuen Summit Charcoal gezeigt, ich habe schon andere Videos dazu gesehen aber bisher hat noch niemand den Hinweis gegeben daß der Grill angeliefert wird und ein Gutschein für einen Grillkurs mit dabei ist.
    Da ich der typische Wochenendgriller bin wird der Summit Charcoal nicht bei mir einziehen. Übrigens: netten Block habt ihr hier gezaubert.

    bleibt so wie ihr seid!

    Ciao

    Mario

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