Dänemark Spezial: Bauern Bouillabaisse

Bouillabaisse

Wem geht bei diesem Bild nicht das Herz auf? Frische Zutaten wie Meeresfrüchte und leckerer Fisch in einem kräftigen Fischfond. Dazu eine Scheibe Weißbrot!

Normalerweise sind wir nicht unbedingt die Freunde von Suppen (außer man kann Sie mit der Gabel essen). In diesem Fall aber müssen wir tatsächlich einmal eine Ausnahme machen. Diese „arme Leute Bouillabaisse“, die wir in Dänemark zubereitet haben schmeckt frisch, hat eine ordentliche Einlage und erfordert im Grunde nichts als einen guten Fisch Fond (HIER ist das passende Rezept dazu), frischen Fisch und ein wenig Wurzelgemüse. Von dem ganzen „Schischi“ in Form von Safran und Rouille nehmen wir in diesem Rezept einmal Abstand, man ist schließlich im Urlaub ;).

Nachdem Sebastian einen Fischfond gekocht hatte kam natürlich die Frage auf was genau er damit nun anstellen wollte. Er war sich sicher das er ein Gläschen mit nach Hause nehmen wollte um damit zu kochen, das andere Glas welches noch übrig war wollte sofort verarbeitet werden. Nach einer kurzen Recherche im Netz stieß er auf eine „klassische“ französische Bouillabaisse. Nun kostet Safran (auch in Dänemark) ein Vermögen und so recht konnte er sich mit dem Gedanken nicht anfreunden eine ehrliche Fischsuppe dadurch zu „überspitzen“. Fangfrischer Fisch, gutes Gemüse und ein selbst gekochter Fischfond sollten eigentlich reichen. So fand er nach weiterer Recherche schnell heraus das die Franzosen Ihre Fischsuppe sehr schätzen, Diese allerdings auch nach Herzenslust abwandeln. Eine Art der Bouillabaisse ist die sogenannte „Bauern Fischsuppe“. Diese wurde einst von ärmeren Bauern der Küste zubereitet und Lebensmittel die man an der Küste kennt (Krabben, Crevetten, Muscheln, Fische) wanderten zusammen mit einem kräftigen Fischfond in den Topf. Nun war es damals schier unmöglich an Safran zu kommen und eine „Rouille“ hielten viele Bauern vermutlich allenfalls für eine vogesische Hühnerrasse. Die Grundvoraussetzungen passten also: ein kleines Häuschen an der Küste, kein Safran im Haus, keine Lust eine Rouille zuzubereiten aber dafür richtig gute und fangfrische Zutaten… Nun wurde es nur noch Zeit diese Fischsuppe zu kochen!

Als kleiner Reisetipp für Dänemark: Viele Fischgeschäfte sind sehr froh wenn Sie Ihre „Fischabfälle“ an unbedarfte Touristen los werden. Das ist genau DAS was IHR wollt. Karkassen, Gräten, Köpfe und Schalen eignen sich hervorragend um einen Fischfond zu kochen. Mit einem guten Fond habt Ihr die perfekte Basis für diverse Suppen, Saucen oder Eintöpfe. Wir waren 3 mal in diversen Fischgeschäften (idealerweise geht Ihr direkt morgens dort hin da Ihr dann die größten Chancen habt Fischreste zu ergattern bevor diese weg geworfen werden) und haben nach Fischresten gefragt. Jedes mal wurden wir freundlich bedient, bekamen unsere benötigten Zutaten für den Fond kostenlos und wurden neugierig gefragt was wir denn damit nun vor hätten. Teilweise findet Ihr in Deutschland die Überreste solcher Fische in „schicken“ Plastikboxen und müsst sogar noch dafür zahlen, wenn Ihr in Dänemark freundlich fragt, gibt es diese Zutaten zum Nulltarif.

Bauern Bouillabaisse

By 10. Oktober 2015

Eine Bouillabaisse muss nicht immer kompliziert sein und auch nicht mit Safran und Rouille verfeinert werden. Oftmals tun es frische und gute Zutaten um eine wunderbare Fischsuppe servieren zu können. Genau das möchten wir Euch mit diesem Rezept einmal beweisen. Als Beilage benötigt Ihr nichts weiter als eine Scheibe Baguette um den Fischsud aufsaugen zu können.

Zubereitung

Zur Fischsuppe:

Zunächst wird die Zwiebel in schmale Halbringe geschnitten. Die Möhren und die Pastinake werden geschält und dann in etwa 1-2 cm breite Stücke geschnitten. Die Kartoffeln werden ebenso geschält und anschließend in grobe Stücke geschnitten, der Knoblauch in feine Scheiben. Alles zusammen wird zusammen mit der Orangenschale und den Lorbeerblättern in einem Topf angeschwitzt.

Wenn das Gemüse leicht angebräunt ist gebt Ihr den Weißwein und den Fischfond hinzu und lasst alles zusammmen etwa 30 Minuten köcheln.

In der Zwischenzeit können die Tomaten entkernt und gehäutet werden. Die fertigen Tomaten gebt Ihr nach den 30 Minuten zu Eurer Suppe, alles zusammen lasst Ihr weitere 10 Minuten simmern.

Die Dorschbäckchen würzt Ihr mit etwas Salz und gebt Sie mit etwas Öl in eine heiße Pfanne. Auch die Crevetten werden auf diese Weise kurz angebraten. Wenn der Fisch eine schöne Farbe bekommen hat löscht Ihr das ganze mit etwas Orangensaft ab und zieht die Pfanne zur Seite.

Nachdem Euer Sud insgesamt etwa 45 Minuten geköchelt hat, könnt Ihr die Krebsscheren dazu geben, nach weiteren 10 Minuten bei geschlossenem Deckel die Muscheln.

Ein Stück Weißbrot, der gebratene (gegrillte) Fisch und etwas frische Petersilie runden Eure Suppe ab!

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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