Cowboy Steak & gebackener Feta

gebackener Feta

Ein gebackenes Stück Feta mit geschmorten Rispentomaten! Der Ideale Snack für Party´s oder warme Sommerabende auf der Terrasse.

Vor einiger Zeit stellten wir uns die Frage ob man ein Steak nicht auch füllen kann und kamen darin überein das es auf einen Versuch ankommen zu lassen! Dabei herausgekommen ist ein „Cowboy Steak“, gefüllt mit geschmortem Knoblauch und Knochenmark. Für alle die meinen sich an dieser Stelle verlesen zu haben: es handelt sich wirklich um Knochenmark und mit Euren Augen ist alles in bester Ordnung. Gutes Fleisch, Knoblauch und Knochenmark, eine Komposition die Ihr unbedingt einmal ausprobieren solltet!

Es gab eine Zeit da wurde Knochenmark für zahllose Gerichte verwendet. Es fand ganz gewöhnlich Verwendung in den Küchen deutscher Hausfrauen und wurde für Suppen, Klöße, Butter oder als Beigabe zu Gemüse gereicht. Selbst in der Steinzeit wusste man Knochenmark als Energielieferant zu nutzen. Das Mark (in Deutschland meist von Kälbern und Rindern genutzt) hat einen sehr hohen Fettanteil und einen ganz unverwechselbaren Geschmack. Wer schon einmal „Risotto alla milanese“ oder „Sauce Bordelaise“ probiert hat wird uns da garantiert zustimmen wollen. Inzwischen ist Knochenmark jedoch nicht mehr so häufig gefragt, mit dem Aufkommen von Butter und anderen Fetten verlor es auch zunehmend an Einfluss in der Küche. Heute machen sich nicht mehr viele Menschen die Mühe das Mark aus dem Knochen zu zerlassen um es dann zum Braten zu verwenden. Das Mark aber durchaus seine Daseinsberechtigung hat möchten wir Euch mit diesem einfachen Rezept einmal zeigen. Der typische Geschmack von Knochenmark zusammen mit geschmortem Knoblauch, Salz und Olivenöl ist einfach ein Knaller und wir hoffen, dass wir ein Stück weit dazu beitragen können das angestaubte Image von Markknochen wieder aufzupolieren.

Auf die Idee mit dem geschmorten Knoblauch kamen wir durch unseren guten Freund Markus von „0815BBQ“ auf Youtube. Er hatte in einer seiner Folgen auf diese Weise Knoblauch geschmort und uns damit derart gefesselt das wir in einen regelrechten „Knoblauch-Rausch“ fielen. So ist es nicht verwunderlich das wir auch dieses Steak mit einer Spur Knoblauch versehen haben. Alle die beim lesen des unten stehenden Rezeptes die Hände über dem Kopf zusammen schlagen weil Ihnen die Menge an Knoblauch als zu hoch vorkommt können wir beruhigen! Durch das schmoren verliert der Knoblauch seine ätherischen Öle und der Geschmack wird deutlich milder, Ihr lauft also nicht Gefahr das alles an Eurem Gericht nur nach Knoblauch schmeckt. Dennoch ist dieses Gericht nicht unbedingt für die Mittagspause geeignet. Solltet Ihr danach noch am Bankschalter beraten müssen oder andere wichtige Termine haben wo eine Knoblauchfahne eher kontraproduktiv wäre, raten wir von diesem Rezept Abstand zu nehmen (im wahrsten Sinne des Wortes)!

Nun müssen wir allerdings nochmal kurz zur Beilage zu sprechen kommen. Als wir die Zubereitung dieses Gericht´s planten, wussten wir bereits das wir es in der „Steakschaft Fleischerlebniszentrale“ zubereiten würden. Auch war uns bewusst das Danijel von „Redstyle Cooking“ vor Ort sein würde und da dieser bekennender Feta Liebhaber ist, musste es also etwas mit eben diesem Käse sein. Nun hat man Feta als Salatbeigabe schon 1000 mal gesehen und überbacken wollten wir nun auch nichts. Also erinnerte sich Sebastian an einen Urlaub in Bulgarien! Dort gab es in einem kleinen Restaurant in „Nessebar“ (liegt in der Nähe von Burgas) gebackenen Fetakäse mit frischen Tomaten und Olivenöl. Eine Beilage die im ersten Moment alles erschlägt, denkt man jedoch an das würzige Steak mit all seinen Aromen wird schnell klar das eine solche Kombination funktioniert. Ihr könnt übrigens den Feta auch bei Feiern oder Partys in kleinen Tapas-Schalen zubereiten und Ihn dann auf den Tischen verteilen. Einige Stücke Brot dazu und fertig ist der etwas andere Partysnack für zwischendurch. Solltet Ihr Euren Gästen aber etwas richtig gutes servieren wollen… reicht es zusammen mit Tranchen von unserem Cowboy Steak ;).

Cowboy Steak & gebackener Feta

By 20. September 2015

Zubereitung

Zum Steak:

Zunächst müsst Ihr den Knoblauch am unteren Ende einschneiden und zwar so das alle Zehen frei liegen. Nun wickelt Ihr die Knolle in Alufolie und lasst den unteren Teil den Ihr zuvor aufgeschnitten habt frei. Als nächstes wird der Knoblauch mit Olivenöl beträufelt und mit der Schnittseite in die Pfanne gestellt. Nach etwa 10 Minuten gesellen sich die Markknochen zusammen mit dem Rosmarin in der selben Pfanne dazu. Alles wird nun bei schwacher Hitze etwas gebräunt und dann im Backofen oder im Grill im indirekten Bereich bei 120 Grad gar gezogen.

Wenn der Knoblauch merklich weich geworden ist drückt Ihr die einzelnen Zehen der Knolle in eine Schüssel. Das Knochenmark könnt Ihr idealerweise mit der Rückseite einer Gabel aus der Mitte des Knochens lösen. Dieses gebt Ihr nun zu Eurem bereits ausgedrückten Knoblauch und verrührt alles mit etwas Salz und Pfeffer zu einer Paste.

Das Steak schneidet Ihr in der Mitte ein (achtet darauf das Ihr eine Tasche schneidet und das Steak nicht komplett durchtrennt) und gebt die Paste hinein. Nun wird das Steak gesalzen und dann direkt gegrillt bzw. bei großer Hitze in einerPfanne gebraten. Anschließend lasst Ihr es im indirekten Bereich des Grills oder im Backofen bei 140 Grad (Ober- Unterhitze) bis zu Eurem gewünschten Gargrad ziehen. Solltet Ihr Euer Steak "Medium" essen wollen ist Eure Zieltemperatur 57 Grad Celsius im Kern.

Zum gebackenen Feta:

Die Paprika wird in Streifen geschnitten und in eine Pfanne oder Auflaufform gelegt, anschließend gesellen sich die Tomaten und der Feta (am Stück) dazu. Alles wird nun mit etwas Olivenöl beträufelt und der Feta wird gewürzt. Ihr könnt dazu wahlweise ein Schafskäsegewürz oder geräuchertes Paprikapulver nutzen. Sind diese Schritte abgearbeitet stellt Ihr die Form in den Backofen oder in den indirekten Bereich Eures Grills und lasst alles bei 140 Grad backen.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!

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