Ankerkraut Blogger Meating

Am Wochenende vom 04.-06.März 2016 fand das erste „Ankerkraut Blogger Meat.ing“ in der Nähe von Hamburg statt. 10 ausgewählte Blogger bekamen eine Einladung um einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen, zusammen zu grillen und natürlich um sich auszutauschen und zusammen ein schönes Wochenende zu verleben.

Zur Geschichte:
Ankerkraut Pfeffer

Beim „Rosa Pfeffer“ handelt es sich nicht etwa um einen „echten Pfeffer“ sondern um Beeren.

Für uns war die Teilnahme an diesem Event eigentlich selbstverständlich und der Termin wurde FETT im Kalender angestrichen. Wer uns kennt der weiß das wir mit dem Beginn unseren Blogs auf Gewürze von Ankerkraut setzen. Das hat in erster Linie natürlich den Grund das wir die Gewürze aufgrund Ihrer Qualität favorisieren. Keine Geschmacksverstärker, keine Rieselhilfen oder Zusatzstoffe und kein Mist den wir nicht in Gewürzmischungen haben möchten. Wenn Ich Geld ausgebe möchte ich wissen was ich da kaufe und das zählt ganz besonders für den Punkt Lebensmittel. Wir fingen einst mit der „9 Pfeffer Symphonie“ an und wurden so nach und nach vom „Ankerkraut Virus“ infiziert. Ruckzuck wurden unsere „Gewürzvorräte“ nach und nach gegen Produkte von Ankerkraut ausgetauscht und irgendwann wurde der Inhaber Stefan Lemcke auf unsere Videos aufmerksam und schickte uns einige Proben. Aus dieser anfänglichen „Zusammenarbeit“ entwickelte sich nach recht kurzer Zeit eine echte Freundschaft und es ist nicht gelogen wenn man von einer „Ankerkraut Familie“ spricht.

Neben Rubs wie „Tennesee Teardown“, „Macho Muchacho“ oder „Beef Booster“ finden sich auch Gewürzmischungen mit den Namen „Pit Powder“ und „Pit Powder Beef“ von unserem Freund Thorsten Brandenburg (bbqpit.de) in der Auslage und für uns war klar: ein eigener Rub mit unserem Logo wäre zwar kein sicherer Platz im Olymp aber es käme dem schon sehr Nahe. Nachdem Sebastian seine Idee bei Stefan vortrug war dieser gleich Feuer und Flamme und nach zig Einzelmischungen die Sebastian in der heimischen Küche kreierte entstand schließlich „Cherry Chipotle“ – der ERSTE Rub der „Sauerländer BBCrew“ und das erste Produkt mit unserem eigenen Logo. Da ist man schon stolz wie Bolle wenn man den ersten Streuer in den Händen hält.

Das erste Ankerkraut Blogger Meat.ing:
Der Freitag:

Die Anreise erfolgte bereits Freitags und nachdem wir Danijel von „Redstyle Cooking“ eingesammelt hatten begann die Fahrt in Richtung Hamburg. Nach etwa 4 Stunden erlöste uns das Navi an der Adresse des Hotel Meyer in Seevetal-Hittfeld mit den Worten „Sie haben Ihr Ziel erreicht“. Nachdem die Zimmer bezogen waren und nach und nach die anderen Chaoten eintrafen nahmen wir gemeinsam ein paar Kaltgetränke zu uns und begaben uns zum Bahnhof. Eine kleine Tour durch Hamburg stand auf dem Plan und mit knurrendem Magen erreichten wir nach illustrer Zugfahrt Hamburg. Hier kehrten wir nach kurzem Fußmarsch bei „The Bird“ ein. Nun stelle man sich einen Haufen hungriger Blogger vor die eiligst Ihre Bestellung aufgeben und dann… etwa 1,5 Stunden auf Ihr Essen warten müssen. Whisky Cola und Bier schafften zwar Abhilfe aber die Stimmung war dennoch ein wenig gedämpft. Sebastian hatte ein 500g Ribeye Steak mit Stilton Käse bestellt, der Gargrad „Medium Rare“ wurde leider nicht eingehalten aber das Steak war auch so wirklich lecker und saftig. Tim hatte sich einen Burger „Da Woiks“ (mit Stilton, Bacon, Zwiebeln und Pilzen) bestellt, der Gargrad wurde zwar getroffen allerdings kam das Fleisch ein wenig trocken daher und die Süßkartoffelpommes waren ein wenig „labberig“. Das absolute Highlight war der „New York Cheesecake“, hätten wir das vorher geahnt hätten wir auf den „Hauptgang“ verzichtet und uns 4 mal Nachtisch kommen lassen. Zusammenfassend kann man sagen das wir zwar ordentlich gegessen haben, wir aber von uns aus nicht nochmal wieder kommen würden (außer um einen herausragenden Cheesecake zu essen).

Nach weiteren Getränken machten wir uns dann mit einem kleinen Umweg über die „Reeperbahn“ wieder auf in Richtung Hotel und um die Wartezeit auf den Zug ein wenig zu verkürzen versorgte und „Reiseleiter Lemcke“ unterwegs im Kiosk mit Getränken unserer Wahl. Der Mann weiß einfach was müde Blogger brauchen :D.

Der Samstag:

Der Tag begann schon relativ früh um 9. Die gesamte Bloggerschar versammelte sich im Frühstücksraum und fachsimpelte zwischen Eiern, Brötchen, Wurst, Käse und jeder Menge Kaffee. Nach diesem reichhaltigen Frühstück bildeten sich kurz darauf kleine Fahrgemeinschaften denn jetzt ging es in die „heiligen Hallen“. Wir besuchten die Produktionshallen von Ankerkraut und es ist wirklich erstaunlich auf wie wenig Platz hier derart viel Ware bewegt wird. Die Gewürze werden von Hand gemahlen, verpackt, verwogen und verschickt. Selbst die Etiketten werden noch von Hand geklebt was durchaus seinen Charme hat. Das Wort „Manufaktur“ trifft hier definitiv zu!

Etiketten Ankerkraut

„Pit Powder Beef“, „Cherry Chipotle“ & „Pit Powder“ bilden aktuell die 3 „Blogger Mischungen. Hinzu kommt demnächst ein vierter Rub von „Living BBQ“.

Nachdem wir die Produktion erklärt bekommen hatten durften wir selber ran. Ein kleiner „Gewürz-Misch-Wettbewerb“ startete und alle Blogger durften eine eigene Gewürzmischung kreieren. Natürlich mussten wir aus der Reihe fallen und keinen „Rub“ sondern „Sauerland-Fix für Kartoffelbrei“ kreieren. Damit waren wir ziemlich allein auf weiter Flur denn alle anderen stellten tatsächlich mehr oder weniger „klassische“ BBQ Rubs her. Dem Gewinner wurde sein eigener Rub mit Logo im Ankerkraut-Sortiment versprochen und so legte man sich schwer ins Zeug! Es kamen wirklich interessante Mischungen dabei heraus jedoch konnte am Abend bei der Auslosung nur einer gewinnen und wir traten aufgrund unseres „Außenseiterprodukts“ gar nicht erst zur „Krönung“ an, dazu aber gleich mehr.

Nachdem alle Ihre Gewürzmischungen hergestellt hatten ging es zurück ins Hotel Meyer. Hier hatten schon fleißige Ankerkraut Wichtel (in Form von Marco) einen Pavillon aufgebaut, Grills gestellt, für ausreichend Getränke gesorgt und die Zutaten für die einzelnen Gerichte heran gekarrt. Jeder Blogger hatte seine eigene Idee und so kamen wirklich großartige Kreationen dabei heraus die alle für sich komplett unterschiedlich waren aber ein schönes Gesamtwerk ergaben. Hungrig musste sicherlich niemand zu Bett gehen und das lag nicht nur an den einzelnen Bloggern sondern auch an Max Gerwinat (der Sohn von Jörn Gerwinat, Inhaber der gleichnamigen Landschlachterei) der den ganzen Tag über zahllose Leckerbissen von seinem Cobb Gasgrill holte. Wenn jemand das „Verdienstkreuz für die Versorgung hungriger Blogger“ verdient hat dann der 13 jährige Max!

Nachfolgend die Aufstellung der einzelnen Gerichte mit passender Verlinkung zum Blog:

Bbqpit: Reuben Dip mit Pastrami, Sauerkraut und Käse
LivingBBQ: Schokokuchen mit Orangenmarmelade
Redstyle Cooking: in Tee marinierte Hähnchenbrust mit Sate-Sauce
Redmountain BBQ: Vegetarische Burger
Vom Rost: kleine Hühnerrouladen mit Spinat und Ziegenkäse
Westwood BBQ: Chicken Wings mit dem zuvor hergestellten Rub und „gebrannte Mandel“ Wings mit arabischem Kaffeegewürz
Onkel Kethe: Scottish Eggs mit flüssigem Ei-Kern
Bigmeatlove: Porterhouse Steak vom Beefer mit Chimichurri
Gluthelden: „Mitternachts Ribs“ vom WSM

Wir ließen uns bei der geballten Kompetenz natürlich nicht lumpen und kreierten ein Dry-Aged Ribeye Steak von unserem Metzger der-Ludwig mit geräuchertem Paprika-Brot Salat und Kartoffelstampf. Dazu gab es eine Passionsfrucht Marmelade. Nachdem alle Ihre Gerichte „heruntergegrillt“ hatten wurden die einzelnen Gewürze von Anne und Stefan verkostet und prämiert. Gewinner des „Gewürz-Misch-Wettbewerbs“ wurde übrigens verdientermaßen Oli von „LivingBBQ“. Auch wir hatten Grund zu feiern denn dadurch das unsere Mischung eine Lücke schließt wird es „Sauerland Fix für Kartoffelstampf“ demnächst auch im Ankerkraut Regal geben. Hungern musste tatsächlich keiner und bis spät in die Nacht wurde gegessen, getrunken, gelacht und gefeiert. Leider ging dieser Abend viel zu schnell vorbei und so war spätestens um 3 Uhr in der Nacht (als der Wirt unsere sterblichen Überreste langsam aus dem Schankraum kehrte um den Frühstücksraum herzurichten) allen klar das dieses Treffen viel zu schnell an uns allen vorüber gezogen ist.

Sonntags trafen wir uns noch einmal alle zum gemeinsamen Frühstück, genossen ein Stück „Ankerkraut Magic Juliane“ Torte welche extra für das Geburtstagskind heran geschafft wurde und ließen das Treffen in aller Ruhe ausklingen.

Was noch gesagt werden muss:

Vielen herzlichen Dank an „die Ankerkrautens“ (Anne & Stefan Lemcke sowie Marco) für die hervorragende Organisation! Es war eine tolle Runde und wir haben selten auf einem Treffen so viel Freude gehabt. Wir kommen jederzeit gern wieder in den hohen Norden und freuen uns schon jetzt auf ein weiteres „Blogger Meat.ing“. Ein weiterer Dank gilt dem Team vom „Hotel Meyer“. Es fehlte uns an nichts, wir konnten bis spät in die Nacht „Wilde Sau“ spielen und dennoch konnten wir uns komplett frei entfalten. Es ist schön im Hinterkopf zu haben das man nach der ganzen „Völlerei“ lediglich eine Treppe erklimmen muss um satt und glücklich ins Bett zu fallen.

Ribeye Steak & geräucherter Paprika-Brot Salat

By 27. März 2016

Dieses Rezept beinhaltet einen leichten Paprika-Brot Salat vom Smoker mit einem Ribeye Steak. Im Video ist außerdem ein Kartoffelstampf und eine Passionsfrucht Marmelade zu sehen. Das Rezept zur Marmelade folgt und wird hier verlinkt. Selbstverständlich kann die Paprika für den Salat auch auf einem Gasgrill oder in der Holzkohle-Kugel geräuchert werden. Von der Zubereitung im Backofen solltet Ihr aufgrund der größeren Rauchentwicklung in diesem Falle absehen ;).


Zubereitung

Zum Paprika-Brot Salat:

Die Paprika wird von kernen befreit und anschließend in gleichmäßige Streifen geschnitten. Nun gebt Ihr die Paprikastreifen in eine Grillpfanne und räuchert sie im indirekten Bereich Eures Grills (also dem Bereich wo kein brenner an ist / keine Kohlen liegen) für etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit könnt Ihr bereits die Brotscheiben auf dem Grill bräunen und diese dann in kleine Würfel schneiden.

Ist die Räucherzeit umj gebt Ihr die Brotwürfel zusammen mit der Paprika in eine große Schüssel. Nun wird alles mit Olivenöl beträufelt und mich Sojasauce abgeschmneckt. Zum Schluss gebt Ihr einfach etwas Sesam und grob gezpften Rucola dazu.

Zum Steak:

Das Steak solltet Ihr je nach Dicke mindestens eine Stunde vor dem zubereiten aus dem Kühlschrank nehmen. Ihr könnt es etwa eine halbe Stunde vor dem garen salzen, bitte gebt noch keinen Pfeffer über Euer Fleisch da dieser bei großer Hitze verbrennt und bitter wird. Den Grill heizt Ihr idealerweise mit Holzkohle vor und richtet einen direkten Bereich (Kohle liegt unter dem Rost) und einen indirekten Bereich (keine Kohle unter dem Rost) ein. Nun grillt Ihr das Steak direkt über der Kohle (oder dem eingeschalteten Brenner Eures Gas-Grills) für etwa 90 Sekunden je Seite an. Im Anschluss legt Ihr es in den indirekten Bereich oder den Backofen, verseht es mit einem Kerntemperatur Thermometer und lasst es bis zum gewünschten Gargrad ruhen. Medium entspricht einer Kerntemperatur von 57 Grad.

Guten Appetit und nicht vergessen: bleibt neugierig auf´s Essen!


Print


4 Responses to Ankerkraut Blogger Meating

  1. Olly

    Großartiger Bericht. Viele Grüße Olly

    • Sauerlaender BBCrew

      Danke Dir 🙂 es war uns ein Fest mit Euch Nasen einen heben zu können ^^

  2. Andre

    Heute den Brotsalat gemacht. Sehr lecker! Demnächst mal den vom Grillkurs in Kreuztal nachmachen. Kann ich nur empfehlen, ist mal was anderes. Und die Rauchnote sehr angenehm.

    • Sauerlaender BBCrew

      Hallo Andre,

      freut uns sehr das Dir das Rezept gefällt und Du den Salat nachgemacht hast! Der vom Grillkurs ist nochmal eine Spur besser 🙂 kleiner Tipp: wälz den Spargel vorher etwas in Öl dann nimmt dieser noch etwas mehr Rauchgeschmack an.

      Beste Grüße aus Attendorn!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.